Giftködertraining mit Supernase

Neulich – nach schlimmen Nachrichten von Hunden, die jämmerlich an Gift oder an böswillig präparierten Ködern gestorben sind – habe ich uns auch Giftködertraining verordnet. Schließlich gehören meine Cockerchen zu den ewig hungrigen Typen. Für die ich bei ner Wurstbemme auf dem Tisch nicht die Hand ins Feuer legen würde. Internetcockerfreundin Regine hat mit ihrer Cockerine fürs Training einen Ausbilder zur Hand gehabt.

Ich habe auf das Video von Stefanie Salostowitz zurück gegriffen. 
Suchen, Finden, Tauschen hat Darja als tolle Aufgabe schon in der Jugend gelernt.

Das Prinzip ist relativ einfach. Der (dabei anfangs noch angeleinte) Hund zeigt an, dass er etwas Leckeres gefunden hat. Stürzt aber nicht hin, sondern schaut in Frauchens erwartungsvolle Augen. Und bekommt genau dafür zwar nicht das versteckte, aber ein anderes und gaaaanz leckeres Leckerchen.  So weit, so gut. Ich habe die Übungsstunde im Garten meiner Freundin absolviert.  Eine sehr kurze Übungsstunde. Denn schon bei der zweiten hinterm Busch versteckten Wurstscheibe hat Supernase Darja die neue Aufgabenstellung durchschaut. Aha!!! Man bringe dem Menschen nicht wie bisher gefordert, was der auf langer Fährte versteckt hat, sondern gucke bloß mal da hin, wo was liegt. Dann ein hoffnungsvoller hündischer Achtungsblick zu Frauchen – und schon zückt die ein Leckerchen.

Ja und eigentlich darf das gemischte Doppel ohne Genehmigung nicht mal Naheliegendes nasche

Die Supernase begriff sofort: Wenn sie im  Garten und links und rechts alle möglichen  Dinge anzeigt, die sich als “Tauschobjekte” gegen Leckerli eignen (z.B. vergammelte Schulbrote, leere Mac Donalds-Verpackungen, zerweichte Meisenknödel unter Vogelhäuschen, verstreute Pommes usw.), dann gibts Lob und Leckerchen.  Diese Art des “tauschenden” Giftködertrainings hätte Darja geliebt. Aber ich war nicht  glücklich mit dem Deal. Selbst, wenn wir die Leckerchen peu a peu durch nur ein Lob ersetzt hätten. Denn der Plan war ja nicht, dass sie mir unterwegs alles unterwegs gegen “Bestechung” bzw. Bestätigung als neue Aufgabe anzeigt, sondern wir wollten ja nur  hinterfotzig, böse Köder damit umgehen.  Aber woher erkennen Hund und Mensch den Unterschied? 

Wieder mal eine Aufgabe, die man mit einem Hund, aber ich nicht mit beiden meistern kann.

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