Zeitfressende Netzwerke

Ich erwähnte es ja hier schon mal. Wie ich als heimatlos gewordener Google+-ler vor April 2019 zwingend eine neue virtuelle Heimat suchen musste.  Eine bei  Google kennen gelernte und später zur real gewordenen Freundin empfahl MeWe als eine der wenigen möglichen Facebook-Alternativen. Gehört, beäugt, bedacht und getan.
😫😡😢😘

Aber ach:  Dort ist eben doch vieles gaaanz anders. Wie im richtigen Leben, wenn man in die Fremde umzieht.  Es braucht Zeit, sich einzufitzen, dort wieder heimisch zu werden. Und die neuen Hunde-, Wölfe- oder Witzegruppen, sie sind eben doch  nicht so wie der bisherige Austausch. Keine Diskussionen. Dafür werden vor allem Fotos, Emjos und kurze Sprüche getauscht.  Sozusagen Kommunikation mit einem Klick oder einem Like. Auch sonst eher eine Facebook-Abwandlung. Trotzdem kostet die Sache viel Zeit.

  • Zeit, die neuesten Nachrichten in eigenen Gruppen anzuschauen
  • Zeit, auf persönliche Nachrichten zu reagieren oder die zu beantworten. 
  • Zeit, freundliche Emjos oder Kommentare zuverteilen. 
  • Zeit, in Gruppen oder auf eigene Beiträge etwas zu erklären.
  • Zeit, Fotos zu suchen und hochzuladen 

Und das alles ist: wofür gut? Diese ganze Zeitfresserei und die mit Netzwerkerei verbundene weltweite Verteilung von niedlichen Fotos der eigenen Hunde oder der eigenen Ansichten, die Beantwortung hunderter Kommentare oder die Verteilung von Emjos. Ich frage mich noch einmal: Wofür schaue ich eigentlich täglich ins Netzwerk? Verteile + oder – Fratzen, eigene Fotos und Kommentare? Was jeden Tag Zeit kostet.

Wo doch das eigentliche Leben mit Hunden und Freunden real viel schöner sein kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.