Nicht ohne unsere Hunde

Wenn Hundefreundinnen auf Kurzurlaub gehen

Acht Wuffs in Position fürs Angeberfoto auf dem Hundeplatz des Urlaubsdomizils. Foto: Ciaz

Mit einem Hund mehrtägig weg fahren? Das kann jeder. Aber wir: die drei bis fünf Frauen vom örtlichen Hundetreff wollten mit immerhin acht Hunden mal kurz weg. Da gerät schon die Quartiersuche zur Herausforderung. Und auch die übrige Logistik ist nicht ohne. Schließlich müssen beteiligte Rentner und noch Berufstätige ihre Termine auf die Reihe bringen. Daheim bleibende Partner und der Kontostand sowie verschiedenste Wünsche wollen unter den sprichwörtlichen Hut gebracht werden. Außerdem: Bei welchem Ferienhausvermieter dürfen schon acht Hunde in Haus, Terrasse oder Garten ihre Pfotenabdrücke hinterlassen? Deshalb haben wir auch paar Jahre Anlauf genommen, ehe dem ersten gemeinsamen Hundekurzurlaub der zweite folgte. Und hier waren wir dieses Mal.

Anfangs wähnten unsere Vierbeiner noch, sie wären dieses Mal lediglich ein Stück weiter zur Gassisrunde des Dittelsdorfer Dienstagsclubs kutschiert. Denn alle ihre Kumpels waren da und wuselten auf der gemeinsamen Terrasse rum. Super! Sogar die eigene Körbchen und Näpfe reichten die wild schnatternden Frauchen neben bergeweise Steaks und Grillkohle, Selters und Wein, Tomaten und Toastbrot usw. über den hundesicheren Zaun.

Wer schläft wo und wer mit wem? Das ist eine der Fragen, die bei acht mitreisenden Vierbeinern vor der ersten Nacht geklärt werden muss.

Und dann: massig Wasser vor der Nase. Ein Paradies für die drei unserer acht Wasserhunde. Sie stürzten sich begeistert und bis zur Unterkühlung in den Wettkampf olympischen Wettschwimmens um geworfene Hölzer. Der Rest der bunten Bande tippelte aber lieber schnuffelnd am Strand herum oder drehte nur eine Runde durch das Feriendorf. Ähnlich übrigens die Unterschiede bei uns Menschen. Die einen suchten Entspannung und wollten mindestens bis 10 Uhr ausschlafen. Die drei Frühaufsteher wiederum waren schon gegen sieben Uhr unterwegs.

Erster Wassertest im Stausee Quitzdorf für alle. Wir Frauchen beschränken uns dabei auf kneippsches Wassertreten. Nur Conni muss als Fotografin etwas Abstand halten, um durchs Objektiv zu gucken. Foto: Ciaz

Was sonst noch so in den vier Tagen passierte? Nun, die kleinen weißen Terrier fanden auch an der hundesicher eingezäunten Terrasse und dem ebenfalls fest umzäunten Hundeübungsplatz genau die Schwachstellen, durch die man mal kurz schlüpfen kann. Unserer Survival-Autoübernachterin wiederum liefen die ganze Nacht Eichhörnchen übers Autodach. Da war an Schlaf weder für Frauchen noch für Jagdhund zu denken. Zumal noch eine von uns auf der Suche nach ihrem Hund an die Scheibe klopfte. Der hatte sich aber nur bei den Kumpels in der anderen Bungalowhälfte versteckt. Ich wiederum stieg mit gefühlten 3,3 Promille kurz nach Mitternacht in mein Geburtstagsgeschenk: blauweiß gepünktelte Gummistiefel. Und am vorletzten Tag gab es noch Margits Wurzelstolpersturz, der mit Notaufnahme und Gipsarm endete.

Birgit und Margit (letztere noch ohne Gipsarm) als Motivatoren auf dem Hundeplatz. Auch wegen des kostenfrei nutzbaren Übungsplatzes sind wir in die Kimbucht gefahren. Foto: Ciaz

Probiert es doch auch einfach mal aus. Mit euren Gassihundefreunden – wenn ihr sie denn mehr als zwei Stunden die Woche mögt. Ich verspreche euch: das wird Abenteuer pur. Ein par Tage und Nächte miteinander sind ganz anders und viel toller als der Kampf um die Pool-Liege im südlichen Urlaubsort, während der Wuff in der Hundepension ist. Wir fünf Menschlein waren jedenfalls nach vier Tagen völlig platt. Alle unsere Hunde auch.

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