Bruno der Würsteldieb

Wieder ist es passiert. Ich hab drei gefüllte Einkaufstauschen aus dem Auto geräumt. Dann die auf dem Markt erstandenen Pflanzen nach dem Hitzeschock in einen Wasserbottich getaucht. Also eben nicht zuerst alle Taschen in hundesicheren Höhen abgestellt. Statt dessen hinterm Haus erst große Kübel für die noch kleinen Zucchinis gesucht.

Das hat Bruno genutzt. Diesen ansonsten tolle Cocker Spaniel sollte niemand länger als 5,5 Sekunden in der Nähe von abgreifbaren Lebensmitteln allein lassen. Er hat als Hänschen nicht gelernt, nicht zu klauen.

Ich also die Beute vom Zittauer SAMS-Markt ausgepackt und gesichtet. Als da wären: Handgesiedete Seife (als Geschenk) , essbare Blumen (zum selbst probieren) , Pesto vom Senfhersteller (mal sehen), Badegewürze von Kräuter-Seifert (kenn ich und mag ich), eingelegte Paprika (mal kosten), Salami vom Bauernhof Linke (hart aber schmackhaft). Und probehalber noch teure Ziegenknacker. Diese allerdings fehlten. Also alle ausgeräumten und ökologisch korrekten Stoffbeutel und Tragetaschen noch einmal kopfüber schütteln. Aber nix. Keine Ziegenknacker auffindbar. Genau der Punkt, an dem mir wieder mal der Angstschweiß den Rücken runter läuft. Isser das schon? Der Alzheimer? Hab ich das mit den teuren Ziegenwürsten zum Probieren etwa nur geträumt?

Nein! Ich muss nur das nächste Mal besser aufpassen, die Ziegen- oder Bauernhofwürste vor Hunden sicher nach Hause zu bringen.

Nein. Auf der Gartenwiese fanden sich später Papierschnipsel. Und Cocker Bruno rannte bis abends aller Viertelstunden zum Wasserbottich. Also nächstes Mal: besser Aufpassen.

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