Bitte einmal kurz schön schneiden

Mit Lady Darja bei der Hundefriseuse im Nachbardorf

Wenn ich einmal so im Quartal zum Friseur marschiere, dann dauert das maximal eine Viertelstunde und kostet (Kurzhaar, Trockenschnitt) je nach Örtlichkeit zwischen 15 und 22 Euro. Heute bin ich aber mit Cockerlady Darja erstmals in ihrem fünfjährigen Leben zum Friseur marschiert. Zur Hundefriseurin. Runter ins Nachbardorf. Aber erst, nachdem meine zeitweilig wg. Gipsarm behinderte Hundefreundin und meine Tochter – und zwar unabhängig voneinander und unabhängig von Facebook oder anderen Bewertungsportalen – eine positive Bewertung über das Aussehen ihrer Hunde hören ließen, wagte ich den Schritt. Und stellte meinen explodierten Flokati zum Schneiden vor.

Hier hat der Hund schon etwas Fasson, aber nach einer Stunde auf dem Tisch auch schon die Schnauze gestrichen voll. Mit Stellung 2 b kann die Fachfrau aber umgehen. Und wer schön sein will . . .

Naja für Lady Darja war das eine ganz neue Erfahrung. Wenn sie bisher kurz mal quiekte, weil ich ihr bei der täglichen Fellpflege gefälligst nicht zwischen den Zehen, hinter den Ohren oder anders rumziepen oder rumschnippeln sollte, dann hab ich oft vor Schreck fast alles fallen gelassen. “Oh Gott! Der arme Hund. Hab ich ihn schon wieder zu doll geziept?” Fragt nicht, wie ich bisher die Ziepse in dem Plüschfell raus bekommen habe. Bei ernsthaften Knäuls und verfilzten Knoten nur mit der Schere. Deswegen sah Darja die letzten Jahre an Po, Brust und Beinen auch oft so bissl abgestuft oder angefressen aus. Als sie bei der Hundefriseurin heute auch quiekte, um nicht noch länger ein Bein heben zu müssen, konnte ich ich ihr aber nicht helfen. Denn Kumpel Bruno fand genau ihre hilferufenden Geräusche von der Rudelgefährtin so bedrohlich, dass ich ihn freundlich aber bestimmt vom heimlichen Verlassen des Friseursalons abhalten musste.

Hier sieht sie doch aber schon wieder schick aus die Kleine

Also nach anderthalb Stunden war meine Darja dann so richtig schick. Sogar mit geschnittener Taille. Die ich nun nur noch futtermäßig dauerhaft anpassen muss. Natürlich verrate ich hier nicht den Preis für mehr als anderthalb Stunden Handarbeit . Da kriegen wir sonst alle in den Zeiten der DVGOS oder Trumpscher Strafzölle mächtig Schwierigkeiten. Aber was ich verraten kann, ist: Wer seine eigenen Haare nicht schneiden kann, sollte das auch nicht bei Hund, Katz und Maus versuchen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.