Unser Garten wird jetzt wild

Oder – vom privaten Einrichten auf den Klimawandel

Wir wohnen ländlich. Man muss da nicht jeden ins Haus reinlassen. Aber Geranien im Blumenkasten, geharkter Kies vor dem Haus und die unkrautfreien Schnittgerinne rund ums Häusle, die sind Pflicht. Sind sie doch als Außenansicht quas unser Aushängeschild. So etwa wie das eigene Profil im Internet. “Was sollen denn die Leute von uns denken!?”, lautet also immer mein Aufschrei, wenn der Löwenzahn aus jeder Ritze des Pflasters sprießt.

Foto: Pixabay

Aber da zuckt meine Mitbewohnerin nur die Schultern. Ihr ist es schnurz, was die Leute denken. Nicht jedoch, wo Igel, Würmer, Bienen, Hummeln und so weiter in Zeiten des Klimawandels Nahrung und Wasser finden. Kopfüber mit Stroh ausgestopfte und aufgespießte Blumentöpfe werden zu Insekten-Sozialwohnungen. Riesige Disteln wachsen zwischen Löwenmaul und Mangold. Und wehe, ich will mal Melde; Nesseln oder andere Unkräuter rupfen. Die sind alle heilsam oder nutzvoll. Sofort bekomme ich entsprechende Erklärungen oder Links. Allerdings auch Kräuterbutter oder Salben und Tee mit den Ingredienzien aus dem Minigarten.

Besser kann man es kaum sagen.

Wir haben uns inzwischen geeinigt: Ich hege Oleander, Oliven und den von der großen Tochter geschenkten Lavendel in Kübeln vor dem Haus. Die Mitbewohnerin rasentrimmt ihrerseits sorgsam um Bienenweidenblümeln und blühende Kräuter auf dem Hang herum. Beide bemühen wir uns dabei um viele kleine Mitbewohner.

Und wir haben dennoch Angst, dass es zu spät ist!

4 Antworten auf „Unser Garten wird jetzt wild“

  1. Weder gut noch schlecht.
    Ich denke, es lohnt sich die Arbeit präsentiert im Eingangsprüfung, aber es scheint zeitaufwendig und präzise.

    Ich kann diesen Artikel als Ausgangspunkt akzeptieren Sie Ihre eigene Art der Ausführung zu erstellen.
    Ich werde hier öfter zurück, weil coole Ideen werden überprüft, aber Sie haben es ein wenig unter ihm zu modifizieren.

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