Pendeln mit Hund

Oder wie wir von Wechseln zwischen Stadt und Dorf profitieren

Einmal monatlich packe ich Hunde, Koffer und Laptop ins Auto und düse für ein paar Tage in die sächsische Landeshauptstadt. Ich liebe Dresden. Und natürlich meine Freundin Heidi. Die zwei sonst dörflich lebenden Jagdhunde jodeln freudig wie ein Volksmusikduo, sobald ich den alten Kleinwagen an den Bordstein lenke. Denn diese Stadtbesuche sind für sie immer tolle Verwöhntage mit Abenteuerereinlagen.

Immer wieder schön: eine Exkursion in den Großen Garten Dresden. Hier bei den Blumenrabatten vor dem Großen Palais.

Warten doch In jedem Zimmer der sonst tierfreien Stadtwohnung bereits kuschlige Hundeliegeplätze und frisch gefüllte Wasserschüsseln. Und wenn wir den Spielball daheim vergessen haben? Da wirft Regina von oben halt einen von ihren Enkeln aus dem Fenster. Das städtische Leben beginnt für die Hunde mit der ersten Gassirunde. Schon da begegnen wir großen und kleinen, alten und jungen Hunden quasi in Massen. Zumindest an unseren sonstigen Verhältnissen gemessen. Und (toi, toi, toi) hat es in vielen Jahren noch keine Beißerei gegeben. Das nicht etwa, weil Stadthunde grundsätzlich besser erzogen sind als die aus der Provinz. Die sind in der Regel nur cooler, was das Zusammentreffen mit unbekannten Artgenossen angeht. Weil bei ihnen das täglich passiert.

Hilfe!!! Ein Mähroboter im Dresdener Hausgarten. Dem Teil geht man doch besser aus dem Weg. Oder?

Als ich nach 30 Jahren mit diversen Tierheim-, Fund- oder von ihren Besitzern nicht mehr gewollten Hunden mein junges Cockerchen ganz ohne Vorgeschichte von Züchterin Dörte holte, habe ich eine ziemlich lange Liste geschrieben. Was mein neuer Hund mit mir denn so alles kennen lernen soll. Auf der Liste standen z.B. der Tierarztbesuch – vor allem einer ohne Spritze oder Notfall!!!. Der Hund in Straßenbahn und Bus, auf dem Schiff oder (wg. Stress und Lärm aber nur kurz!!!) bei Partys oder bei nem Volksfest mit Blasmusik oder Feuerwerk. Dann der schwimmende Hund. Der Hund im Tierpark mit frei laufenden “Beutetieren”vor Augen wie in Görlitz. Der still wartende Hund vor dem Supermarkt. Der still wartende Hund im Hotelzimmer, unauffällig in der Gaststätte usw.

Und hier die beiden Dorfhunde auf der Fähre von Kleinzschachwitz nach Pillnitz.

Dass ich daheim jetzt mit den super coolen bzw. in vielen Lebenslagen gehorsamen Wuffs punkten kann, das liegt auch an meiner städtischen Freundes-Gastfamilie. Darja und Bruno sind eben dadurch keine hündischen Hinterwäldler. Sie lernten bei Stadtbesuchen schon alles mögliche kennen.

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