Die Maus im Haus

Oder wie wir den ungebetenen Untermieter wieder los wurden

Es knusperte und knisperte in unserem 300-jährigen Häuschen. Erst behauptete das nur die Tochter. Erkundete von ihrem Zimmer aus Boden und Stube. Doch die ausschließlich nächtlichen Geräusche konzentrierten sich auf ihr Zimmer. Dann aber brachte eine Tafel Schokolade mit eindeutigen Spuren die Erkenntnis: Hier war eine Maus am Werk.

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Die Hunde der anderen

Oder – warum ich die gar nicht besser erziehen will

Also wenn ich die Nora wäre! Dann würde ich meinem Hund endlich mal vernünftiges Laufen an der Leine ohne wildes Zerren beibringen. Wie das aussieht, wenn so ein Hund sein Frauchen hinter sich her schleift und dann noch bestimmt, was an “Beute” seine ist! Das ist immer eine prima Steilvorlage für alle Hundekritiker. Und alle Hundeleute wissen schon nach einem kurzem Blick: Hier ist der Hund Chef..

Zwei Cocker und zwei Terrier. Auch da geht draußen bei gemeinsamen Gassirunden nicht alles nach Wunsch. Aber man kann daran arbeiten.
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Mein Cocker Bruno und seine Waldläufe

Der Weg bis zum Freigang für den Jagdspaniel dauerte vier lange Jahre

Ich liebe den Wald. Zu allen Jahreszeiten. Meine beiden Cocker finden es dort ebenfalls ganz toll. Zu Zeiten, als es nur eine Cockerin gab, sind wir (die Leine im Pilzkorb) stundenlang auf Pirsch gegangen. Das änderte sich schlagartig, als vor vier Jahren der brummelnde Bruno zu uns kam. Den “gebrauchten” Hund hatte ich mir ausgesucht. So nach dem Motto, einen zweiten Hund zu erziehen, das kann ja wohl nicht so schwer sein. Denkste!!!

Das gemischte Doppel. Als solches in Feld und Wald bis heute eine große Herausforderung.

Unser Problem war ja nicht Sitz, Platz und Fuß, sondern Brunos Jagdleidenschaft. Wäre ich nicht schon ziemlich alt gewesen, wahrscheinlich hätte ich sogar ne Jägerprüfung avisiert, nur um den beiden Jagdhelfern den Job zu verschaffen, für den sie einst gezüchtet worden sind. Bevor man Cocker zu Kuschelhunden machte. Aber so schaute ich nur ziemlich alt aussehend in die Landschaft, wenn mich das Duo mal wieder in selbiger stehen gelassen hatte.

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Genießertage für alle

Oder: wo sich Hunde und Oma regelmäßig verwöhnen lassen

In schönster Regelmäßigkeit packe ich die zwei Cocker-Hunde und eine Tasche ins Auto und steuer die Landeshauptstadt an. Entspannt dürfen auf dem Weg dahin Drängler vorbeiziehen und Oder Opas mit Hut ohne jegliche Betätigung des Blinker links abbiegen. Und kein Regen kann uns ärgern. Da, wo wir hinfahren, da ist es nämlich sehr erholsam und immer sehr schön.

Unterwegs kurze Gassipause. Noch ahnen die beiden nicht, wo die Fahrt endet.

Dann: Ankunft am Zielpunkt. Bruno erkennt diesen mit einem Blick. Jodelt nach dem Sprung aus dem Auto sofort lauthals los und pest wie eine gesengte Wildsau unabrufbar ums Eck. Normalerweise korrigiere ich solche Jubelarien. Aber Heidi öffnet schon die Haustür und ist wieder gerührt, dass sich ihr Brummelbruno so sehr freut. Also lassen wir allen ihre Begeisterung. Ich freue mich ja auch – immer wieder. Nur eben etwas dezenter.

Was dann folgt?`Für uns Menschen sind es immer Tage des freundlichen Erzählens von Neuigkeiten. Dazu gemeinsame Spaziergänge (mit Hunden) oder kleine Stadtexkursionen. Mal Einkaufsbummel, mal gemeinsame Kochexperimente mit hello fresh. Oder ich lasse mich von Heidi lecker bekochen. Auch kleine Urlaubspläne schmieden gehört zum Programm. All das ist in 50-jähriger Freundschaft gewachsen. Die Hunde aber, die sind die Kings bei meiner Freundin. Und sie wissen das auch.

Bruno genießt auf dem eigens für ihn vorbereitetem Besucher-Schaukel-Sessel das großstädtische Verwöhnprogramm.
Darja findet es hingegen auf dem roten Divan und mit eigenem Kopfkissen toll.

Was Wunder also, dass Mensch wie Tier immer wieder gern zu Besuch kommen. Eine Prise der uns allen dort von Heidi und den anderen Hausbewohnern geschenkten Herzlichkeit nehmen wir jedes Mal als Kraftquell mit nach Hause. Wer solche Freunde hat, der braucht als Mensch keine Einsamkeit fürchten, und darf als Hund Menschen toll finden.

Greta und die Mockritzer Streuobswiese

In der Dresdener ex-Gartenlandschaft ist seit April wilde Wüste

Es geht heiß her in dem goldenen September 2019. An der schwedischen Greta und dem so halbherzigen Klimapaket der deutschen Regierung scheiden sich gerade heftig unsere Geister. Die großen Politik-Player lassen heftig twittern oder you-tuben. In den sozialen Medien fliegen derweil die Fetzen bis weit unter alle Gürtellinien. Doch wie sieht es eigentlich drei Treppenstufen tiefer, bei uns vor der Haustür aus? Und oberhalb meines eigenen Verbrauchs an Plastikverpackungen oder des Klopapiers aus Tropenholz. Oder des Burgers aus Gen-Soja? Ich habe seit Februar bei Besuchen in der sächsischen Landeshauptstadt immer wieder ein Beispiel vor Augen.

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