Oma auf Häufchensuche

. . . oder wie man sieht, ob und was eine Futterumstellung bringt

Ab und an schaue ich noch Fernsehen. Zwangsläufig dann auch die Werbespots der Öffentlichen. So kurz vor der Tagesschau erzählen beispielsweise immer einige Leute, wie peinlich ihnen ihre Blähungen und Durchfälle seien – und wie toll ihnen dann ein wunderbares Mittel aus der Apotheke geholfen habe. Hunde können uns ja über ihr Bauchweh und ihre Blähungen nichts erzählen. Aber sowas nonverbal durchaus anzeigen. Wie? Nun u.a. durch übel stinkende Pupse, nächtliche Unruhe und komische Kacke.

Unsere bunte Truppe. Jahrelang schlabberten sie das gleiche aus dem Futternapf.

Es dauert allerdings, ehe ich Mensch begriffen hatte, dass es einen von drei Hunden nächtens nach draußen zieht, weil eben nur ihm der Bauch grummelt. Und es dauert nochmal, ehe man dem Grummeln in diesem Hundebauch auf die Spur kommen kann. “Denn der hat doch bisher sein Futter vertragen”.

Plötzlich sitze ich nicht nur mit drei Fragezeichen im Hinterkopf beim Tierarzt, sondern daheim auch wieder stundenlang am Laptop. Und recherchierend dabei bald zwischen allen Stühlen. Beim Futter trennen nämlich Lichtjahre die heftig diskutierenden Hundeleute. Zwischen Barf, Insektenmahlzeiten, selber kochen und schnödem Trockenfutter gibt es zig einzig und allein selig machende Spielarten. Ich probiere für den Problembrummel und die zwei Damen gerade einige Futtermodelle nach meinem Geschmack und meinem Verständnis aus. Vorher aber das Ausschlussverfahren. Weglassen “verdächtiger” Futtermittel oder -bestandteile. Und dann gucken, was hinten raus kommt.

Das mögen und vertragen alle drei Wuffs bestens. Ne aufwändige Geschichte. Für Rentner aber machbar. Aber ich will auch noch ein Trockenfutter für unterwegs. Schließlich bin ich nicht der Koch für die Hunde.

Gottlob fällt es unterwegs weder in Zittau noch Nürnberg oder Großbottwar auf, wenn ich – die Kacktüte deutlich sichtbar in der Hand – das Verdauungsergebnis meiner Hunde sichte. Im Gegenteil. Jogger und Passanten honorieren die Besichtigung der Kackhaufen mit freundlichem Nicken. Endlich mal wieder jemand, der die Scheiße aus dem Park sammelt. Nur meine Hunde wundern sich. Zuhause fahre ich sonst mit ihnen dahin, wo Hunde noch kacken dürfen. Und bin ihnen früher dabei auch nie nicht nachgeschlichen. Aber weil der Zweck die Mittel heiligt, gehe ich eben Kacke gucken.

21 Antworten auf „Oma auf Häufchensuche“

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    1. Ja so ähnlich lief es hier auch. Wer nimmt schon anfangs Pupsen, Gras fressen und riesige Scheißhaufen ernst? Wir Menschen sind schon manchmal echte Spätzünder.

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