Von Dorfrunden mit Hundefreunden

. . . oder warum Oma sich dabei Besserwisserei verkneift

Immer dienstags bin ich mit Sanne und Margit plus unseren insgesamt fünf Wuffs rund ums Dorf unterwegs. Selbige sind ganz verschiedene Typen. Wir Leinenhalter ebenfalls. Und unsere Ansichten darüber, was ein Hund als Grunderziehung mindestens braucht, die gehen zwar nicht grundsätzlich, aber in der Praxis doch sehr weit auseinander. Wir kommen trotzdem fast immer gut miteinander aus. Die Hunde sowieso.

Margit und Sanne bei einer unserer Hunderunden am Dittelsdorfer Kirchsteg. Seit fast acht Jahren sind wir – nicht immer konfliktfrei – gemeinsam unterwegs.

Aber wir haben uns auch schon mehrfach zwischen den Hunderunden und dem anschließenden Kaffeeklatsch bissl gezofft. Insbesondere ich habe dabei gelegentlich den großen Oberlehrer in Sachen Hundeerziehung heraus hängen lassen. Bis heute erzählt Susanne immer mal wieder von ihrem Schock bei unserer allerersten Begegnung. “Da ist ja immer noch einer an der Leine”, knurrte ich seinerzeit mit tiefer Männerstimme. Und hab sie auch sonst ziemlich oft kritisiert. Zum Beispiel, wenn sie ihrem Jacko zwar was Neues beibringen wollte, aber dann für die eigentlich prompte Belobigung erst noch stundenlang in ihrer Handtasche nestelte.

Hier hat Sanne dieser Tage als Fotografin aber mal ganz ohne Bestechung gearbeitet.

Inzwischen missioniere ich meine Hundefreunde erzieherisch nicht mehr. Ich schicke ihnen weder wie früher Trainingsvideos noch gute Erziehungsbücher zu. Und verkneife mir bei unseren wöchentlichen Gassi- und Kaffeerunden tunlichst Belehrungen und Besserwisserei. Denn da oben über der Regenbogenbrücke, da ist inzwischen mein Brummelbruno. Der mit sechs Jahren von mir via ebay-Kleinanzeigen seinerzeit gebraucht übernommene Zweit-Cocker. Ein heißer Jäger, der eben trotz aller Übungen und Anstrengungen nicht immer hörte. “Was Hänschen nicht lernt . . .” Und nach fünf gemeinsamen Jahren ist er vor ein Auto gelaufen. Nun gibt mein Resthund – die superbrave Darja – bei unseren Hundetreffs wieder den Vorzeigecocker.

Eine Prinzessin im Wald.

Aber egal, wie brav die Lütte wieder als Solohund ist!! Ich werde nie mehr anderen Menschen gegenüber mit meinem ach so gut erzogenem Hund angeben oder Erziehungsratschläge geben. Nehme ich mir zumindest vor.

2 Antworten auf „Von Dorfrunden mit Hundefreunden“

  1. Hallo Angelika, es ist immer noch unsere Absicht am 25.06.20 nach Bautzen zu kommen. Dann treffen wir uns?! Steffen PS.: Von Hunden habe ich keine Ahnung!

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