Das Schwanendrama geht weiter

Inzwischen ist auch ein weiteres Schwanenkind von den Eltern verlassen

Was mag nachts nur vorgehen am unteren Schlegeler Teich? Schien es erst noch naheliegend, das die allein gebliebene Schwänin (siehe vorheriger Beitrag) von dem zweiten Schwanenpaar vom Teich vertrieben worden ist, so fragen wir Besucher uns schon, was seither wieder geschehen sein mag.

Seit zwei Tagen sind auch diese beiden Altschwäne verschwunden. Auch sie ließen ihr einziges Küken allein zurück. Im Hintergrund die sechs Küken, deren Eltern von ihnen zuvor vertrieben worden sind.

Zwei stürmische Gewitter haben die verlassenen Schwanenkinder zweier Elternpaare draußen schon allein überstanden und sich in der Not ungeachtet des Größenunterschiedes zusammen gefunden und zusammengekuschelt.

Heute fehlte früh schon ein Schwanenküken. Das sechste von den Kleinen. Die übrigen – noch flauschig – sehen mitgenommen aus. Ihnen fehlen Wärme, Schutz und Geborgenheit. Sobald sie außerhalb des Wassers Grünes rupfen gehen, können ihnen Hunde, Waschbär und Fuchs oder Raubvögel an den Kragen. Das größere Küken des anderen Paares hält sich etwas abseits.

Drei bzw. drei Tage nach dem Verschwinden der Eltern wirken die Küken nicht mehr sehr munter.

Was mag nur geschehen sein, dass nun auch das “siegreiche” Schwanenpaar sein Jungtier zurück gelassen hat? Wäre ein Raubtier oder wildernder Hund der Auslöser gewesen und hätte einen Schwan verschleppt, hätte man wohl Kampfspuren und Federn finden müssen. Wetterunbilden? Nun ein paar Sommergewitter treiben Wasservögel nicht von dannen.

30. Juni 2020 Ergänzung

Wieder ist über Nacht eines der kleinern Küken verschwunden. Die sind jetzt nur noch zu viert. Eines hat sich dem älteren Schwanenküken angeschlossen, dass früh auf der großen Wiese neben dem Kiosk Gras rupfen ging. Als ich Sorge äußerte, ob nicht frei laufende Hunde die Kleinen packen könnten, beruhigte ein Helfer des Teichvereins, der gerade unter den Sitzbänken rechte. “Die hier mit ihren Hunden vorbei kommen, die wissen Bescheid”, meinte er.

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