Exkursion zur Züchterin

. . . oder warum wir hin und wieder zu Besuch bei Darjas erster “Mama” sind

Vor sechs Jahren im August. Da fuhren meine Frau Nachbarin als “Welpenkuschler” und ich in einen kleinen sächsischen Ort bei Hoyerswerda. Holten dort ein kleines Blauschimmelchen aus dem D-Wurf. Inzwischen ist aus diesem Hundebaby eine Dame im besten Cockeralter und mein Vorzeigehündchen geworden. Was wir gemeinsam erleben, darüber schreibe ich in diesem Blog. Halte aber auch deren Züchterin via Kurznachrichten und Fotos auf dem Laufenden. Zugegeben, es war Eigennutz im Spiel, als wir uns dieser Tage für einen Kurzbesuch ankündigten. Denn ich brauchte Rat, was das immer dichter wuchernde Haarkleid und vor allem die fitzende feine Wolle der Hündin angeht. Scheren oder nicht? Das war die Frage. Allein das trennt ja Halter dieser tollen Rasse.

Darja ist bei dem Besuch wieder schick gemacht worden. Und ja mit kurzem Fell und ausgeschorenen Ohren ist die Kleine im Sommer besser gelände- und badetauglich.
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Ein schlitzohriges Schlappohr

. . . oder wie sich die Oma schon mal fürs Hundesitting mit Casey wappnet

Mein kritischer Blick schweift durchs Haus. Oh, da liegt die Tüte mit den Knabbernüssen viel zu weit vorn auf dem Sideboard in der Stube. Und ein Obstschälchen auf dem Fensterbrett? Das geht ja gar nicht. Da kommt Casey locker ran, wenn sie sich auf die Hinterbeine stellt. Mir geht es gerade in etwa so wie einer kinderlosen Tante, die mal eine Zweijährige hüten soll. Denn ich soll in drei Wochen die achtjährige Hündin einer Hundefreundin hüten.

Der unschuldige Blick täuscht. Diese kleine Charmeuse hat es faustdick hinter ihren Schlappohren.
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Wanken zwischen Vernunft und Panik

. . . oder wie sich Oma um den kranken Hund sorgt

Mit klopfendem Herzen, sorgenvoller Miene und einem Arsch voller Tränen klingelte ich gestern zur schönsten Fernsehzeit bei Hundefreundin Margit an deren Haustür. “Guck dir doch mal kurz meine Darja an!” Margit schaut erst mich sorgenvoll, dann die Cockerhündin an und befand: “Da ist was nicht in Ordnung.” Genau so hatte ich das auch empfunden und gefürchtet.

Die sechsjährige Darja – bei ihr drohe ich eine Heliokopterhundehalterin zu werden.
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Die Schwäne kämpfen wieder

Auch ohne Küken gehen die Revierstreitigkeiten am Schlegeler Teich weiter

Ich erhoffte es so sehr: wenigstens ein klitzekleines Schwanen-Happyend. Immerhin war ja Schwänin Julia zu ihren letzten beiden Küken zurückgekehrt. Allerdings hielt das “Familienleben” nur drei Tage an. Dann waren die Kleinen wieder allein. Einige Tage blieb ich dem Teich fern. Simste statt dessen eine Teichfreundin an. Die bestätigte die Ahnung. In der zweiten Nacht allein sind die letzten beide Schwanenküken verschwunden.

Julia nach ihrer Rückkehr zu den beiden letzten überlebenden Küken. Nun gibt es keine Küken mehr an den beiden Teichen. Foto: Fehrmann
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Schwanenmutter Julia ist zurück

Von ihren sechs Küken sind jetzt nur noch zwei am Leben

Nimmt es doch noch eine gute Wendung? Das Schwanendrama am unteren Schlegeler Teich? Seit vor einer Woche erst die sechs kleineren Schwanenküken von ihrer Mutter und tags darauf ein einzelnes größeres Küken abrupt von seinen beiden Eltern verlassen worden sind, linsen wir “Teichgänger” jeden Morgen zaghaft und sorgend bei Ankunft hinter der Ligusterhecke hervor auf die Uferwiese. Wie viele Küken werden wohl heute noch übrig geblieben sein? Holte sich doch jede Nacht der Fuchs eines der Kleinen für seine Jungen.

Doch seit dem 2. Juli ist die allein erziehende Schwänin Julia zurück. Von ihren sechs Küken sind nur noch zwei übrig. Dafür ist das zugezogene “feindliche” Schwanpaar, das zuvor ihren Partner vertrieben hatte, auch verschwunden. Foto: Fehrmann

Anemone vom Natur- und Teichverein Schlegel hatte den rothaarigen eleganten Kükenräuber sogar mal bei seiner abendlichen Futtersuche beobachten können. In ihrer elternlosen Not und Verlassenheit hatten sich die sechs kleinen und das größere Küken des zweiten Paares zusammen gefunden. Aber kleine “Kinder” so ganz allein, die sind eben auch zusammen gekuschelt weder wehrhaft noch schnell genug, um Gefahren trotzen zu können. Und so schrumpfte die Kükenschar. Guckt einfach das nächste Bild nur dann an, wenn Ihr aushalten könnt, dass wir Menschen auch Tiere essen.

Vom großen Einzel-Schwanenküken sind nur diese Reste geblieben. Foto: Fehrmann

Ja, die Natur. Mit ihrem Recht des Stärkeren. Fressen und gefressen werden. Das ist grausam. Aber wir Menschen haben nicht das Recht, Wolf noch Fuchs oder die aus Pelzfarmen entkommene Nerze und Waschbären sowie zugewanderte Goldschakale moralisch zu verdammen. Schließlich sind wir die größten Raubtiere dieses Planeten. Ich esse gern Fleisch, vermute aber mal ganz kühn, es würden deutlich weniger Schweinenackensteaks, Rinderfilets und Lammlachse auf Grills und in Pfannen landen, wenn wir die Tiere vorher ganz allein töten, ausnehmen, häuten und zerteilen müssten.

Eine Restidylle. Julja und ihre beiden letzten Küken am ersten Juliwochenende. Wärmt uns allen das Herz.

Doch zurück zu den Schwänen auf dem Teich. Als ich ihn heute mit Hund umrundete, wurden ich – bzw. der kleine Hund an meiner Seite – argwöhnisch beobachtet und schon aus der Ferne angezischt. Hab mich sehr darüber gefreut. Julia ist offensichtlich entschlossen, ihre letzen beiden Küken auf den Weg zu bringen.

7. 7. Happy-End in Sicht?

Wir schreiben Tag 15 nach Beginn des Schwanendramas und Tag drei nach Rückkehr der alleinerziehenden Julia zu ihren letzten beiden Küken. Sieht sehr beschaulich aus, wie die drei Restschwäne da über den Teich ziehen. Möge es so bleiben!!