Mit nem kleinem Spanier unterwegs

. . . oder wie Oma sich ratzfatz ihr letztes Auto angelacht hat

Nachdem ich neulich lauthals hier gejammert habe, weil die Spargroschen nicht mal für einen klitzekleinen und gebrauchten Hybriden reichen, sollt ihr nun erfahren, wie die Suche nach dem allerletzten Auto letztlich ausgegangen ist. Ich bin jetzt glücklich mit einem kleinem Spanier unterwegs. Ist ja bissl so, wie mit einem neuen Hund. Man muss sich erst kennen lernen und testen was geht und wie alles funktioniert.

Die erste Autobahnfahrt mit dem Neuen. Erst einmal einfach bei Stopp und go “mitschwimmen” und nicht erschrecken, wenn die Scheibenwischer plötzlich von ganz allein loslegen..

Nehmen wir zum Beispiel den Beifahrerairbag. Dieses kleine Auto lenkte vor mir eine junge Mutti und hatte den Airbag für den Kindersitz deaktiviert. Ich musste tatsächlich mal die Betriebsanleitung lesen, um das wieder rückgängig zu machen. Ach ja, nach der ersten Autobahntour wusste der Spanier seinerseits, dass er fortan mit einer flotten Urgroßmutter unterwegs ist, die nach dem Schalten einen schnellen Antritt erwartet. Ich wiederum habe irgendwann nicht mehr versehentlich den Blinker statt der Lautstärkeregelung am Lenker betätigt.

Übrigens war das der nicht nur letzte, sondern auch allerschnellste Autokauf meines Lebens. Erstmals von Privatleuten. Dafür hatte ich ebenfalls erstmals ein Suchportal bemüht. Aber vom autokundigen Schwiegersohn meiner Frau Nachbarin trotzdem noch ne Handvoll guter Ratschläge auf den Weg zur Probefahrt mitbekommen. War alles gar nicht nötig. Ein Blick auf die Papiere, eine Runde um den Block – dann war es entschieden. Dieses Auto wird meins. Es gibt sie eben immer mal wieder: die Glücksfälle. Hier bekam ich Oma ein gut gehegtes und wenig bewegtes Auto, dass wg. Änderung der vorbesitzerischen Lebensumstände nicht mehr passt.

Auch eine immer neue Herausforderung: Die Versicherung für ein neues Auto. Da kann man mailend oder anklingelnd schon was erleben.

Bisher erweist sich der Verbleib in meiner Versicherung ebenfalls als Glücksfall. Die verlangt zwar nen Zwanziger mehr jährlich als eine reine online-Konkurrenz, aber dafür sind bei Rückfragen aller Art noch echte Versicherungsmenschen und nicht nur irgendwelche kurzzeitig angeheuerten Call-Center-Leute mit Akzent und mit lediglich vorfertigten Antworten in der Leitung. Außerdem darf ich als Uromi selbst mit 70+ bei der xxx noch meine bislang unfallfrei “erfahrenen” Rabatte und SF- Klassen mitnehmen. Wo doch sonst gern uns Oldis spätestens ab 70 von ihren Versicherungen die Fahrtüchtigkeit abgesprochen wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.