Den Hund stören Verbote nicht

. . . oder wie Oma mit dem Cockerchen gut durch die zweite Welle kommt

Deutschland im November 2020. Inzwischen müssen wir sogar auf Wochenmärkten und in Fußgängerzonen Masken tragen. Wieder sind Kneipen, Kinos und Theater zugesperrt. Bäder und Hotels geschlossen. Konzerte, Adventsmärkte und Karnevalsauftakte fallen weg. Fitnessstudio sind dicht und Zoos zu. Und eigentlich soll ich mit meinen Freunden nur telefonieren und sie möglichst nicht mehr besuchen. Wieder bestimmen mehr oder wenige sinnige Verbote unser aller Leben. Aber . . .

So sieht es im Sommer aus in meiner zauberhaften Oberlausitz. Kommt einfach mal vorbei, wenn der ganze Corona-Aktionismus vorbei ist.

. . wir leben hier in einer ganz zauberhaften ostsächsischen Landschaft. In der man zwischen Bergen und Seen, Wolfswäldern und sehenswerten Städten wählen kann. Weil aber derzeit selbst an frischer Luft in den Provinzstädten der Maulkorb für Menschen vorgeschrieben ist, fallen Stadtausflüge bis auf Weiteres flach. Was dem Hundchen übrigens sehr gefällt. Innerstädtische Gehwege und Warten vor Geschäften finden unsere Wuffs etwa so toll wie wir die Arbeit im Großraumbüro. Cockerchen Darja – die noch nie Postboten angekeift hat – findet dafür die eiligen Frauen und Männer inzwischen toll. Bringen die doch neben Lesefutter fürs Frauchen auch gefrorenes Hundefleisch an die Haustür. Dafür rangieren die alle jetzt auf ihrer Beliebtheitsskala gleich hinter der netten Nachbarin von gegenüber. Die immer mal mit den Leckerchen an den Zaun kommt.

Lockdown? Nicht für uns. Selbst im Novemberwald ist es für Hunde schön. Vor allem, wenn die Kumpels auch alle mitkommen.

Was wäre wohl, wenn ich jetzt keinen Hund und keine Hundefreunde hätte? Mich zum Beispiel statt dessen vor Corona mit Bücherfreunden getroffen oder beim Oma-Fitness bzw. zu Wellnesstagen gedüst wäre? All das ist gerade wieder verboten.

Das sind einige der Hauptpersonen unseres wöchentlichen Hundetreffs! Welcher derzeit sogar ein Illegales Treffen darstellt. Dürfen sich doch nicht zu viele Leinenhalter nahe kommen.

Da wir aber unsere Tiere und die tolle Landschaft sowie unsere Freunde als seelisch-körperliche “Streichler” haben, kommen wir durch. Durch die Verbote. Bei mindestens zwei Frischluft- und Marschstunden täglich hält hoffentlich auch das Immunsystem nicht nur dem Virus, sondern auch den ganzen politischen Panikwellen stand.. Wir Hundeomas wollen uns jedenfalls jeden Dienstag wieder und weiterhin treffen.

PS: Dieses komische kleine Virus, es hüpft übrigens nicht nur von chinesischen Fledermäusen auf uns über. Sondern – wie gerade rauskommt – auch von dänischen quavoll gehaltenen Käfignerzen auf deren Fütterer über. Geht uns deutschen Hundefreunden doch kalt am Arsch vorbei. Wirklich? Was, wenn nächstes oder übernächstes Jahr bei uns auch Hunde oder Katzen als Covid-Überträger “entdeckt” werden?

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