Lesen mit Gänsehaut

. . . oder wie Bücher im Corona-Winter die Oma das Fürchten lehren

Wenn die Tage dunkler werden und der Garten ruht – dann ist wieder Lesezeit. Bei Tee oder Rotwein und flackerndem Kerzenlicht lasse ich mich nach der nachmittäglichen Hunderunde gern in andere Welten entführen. In erdachte Welten. Neulich erwischte ich in meiner kleinen und feinen Dittelsdorfer Dorfbibliothek einen alten Thriller von Sebastian Fitzek. Einem meiner momentanen Lieblingsschriftsteller. Lest mal dessen Fiktion der “Manila-Grippe”.

Geschrieben vor sieben Jahren. Jetzt aber für mich erschreckend aktuell. Die Hintergründe und Hintermänner einer Pandemie beschreibend.

Man (ich) sitze da abends also so ganz relaxt im Sessel. Hab vorher aber in den Nachrichten gehört, welche weiteren hastig neu erlassenen Verbote ab morgen oder an Weihnachten gelten bzw. gerade als heimlicher “Vorwahlkampf” im Gespräch sind. Dazu dann die schrecklichen Zahlen. Die täglich neu geschürte Corona-Hysterie. Und jetzt muss ich sogar im winzigen Dorfladen an den vier!!! Parkplätzen schon Maske tragen. Beim Eintritt die Hände vorzeigen. Damit die mit Desinfektionsmittel besprüht werden. Bisher hatte ich immer noch geglaubt, dieser ganze Corona-Hype geht an uns hinterwäldlerischen Dörflern so links und locker vorbei. Bisher habe ich auch immer noch gedacht, Schriftsteller wie der Fitzek, die haben einfach nur ne tolle blühende Fantasie. Die uns Leser unterhaltsam gruseln lässt. Aber weit weg von der Realität läuft. Dachte ich. Bisher.

Die Realität des Jahres 2020 – sie ist schon längst weitab von Freiwilligkeit und Freiheit. Ich finde alles schon bedrohlich nahe an den Zeiten, als wir Deutschen schon mal so brav der Obrigkeit gehorcht haben.

Nun muss dieser Fitzek mit seinem Pandemie-Thriller ja nix als einer von vielen scheibenden SF-Spinnern sein. Es gibt aber noch andere solcher Spinner. Zum Beispiel den Daniel Suarez. Dessen SF “Spinnereien” hab ich mir vor Jahren schon mit leisem Schaudern auf dem Lesesessel reingezogen. Fast alles an der damals so gruslig beschriebener Überwachung ist inzwischen Realität!!! Und Fitzeks Manila-Grippe und die Leute dahinter. Könnte das nicht auch wahr sein?

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