Schlimmer geht es immer . . .

. . . oder wie Corona-Zwangsmaßnahmen Omas Leben verändern

Immerhin!!! Bis kurz vor das Zittauer Gebirge dürfte ich derzeit noch außer Haus. Maskiert und zeitlich befristet. Bis dahin geht der momentan bei uns in Sachsen fürs Fußvolk erlaubte 15-Kilometer Radius, in dem man sich aus wichtigem Grund außerhalb seiner Bude bewegen darf. Danke gleich mal an die Martins, die Posselts und die Koziols!!! Dass es euch noch als Fleischer, Bäcker und Lebensmittelladen in unserem Dorf noch gibt. Und der nächste aldi ist sogar nur 12 Kilometer entfernt. Mit google Maps nachgemessen. Weil ja derzeit die Polizei nicht lauter Diebe und Betrüger jagt, sondern die kleinen Leute kontrolliert und verfolgt.

Winter 2021 in Dittelsdorf. Wir dürfen nur noch tagsüber aus dem Haus, müssen draußen inzwischen überall Masken tragen, und dürfen uns weder zu Kindergeburtstagen noch zum Skat treffen, oder sonst wie mit Freunden treffen oder Verwandte besuchen. .

Denn unser Politiker (wie zum Beispiels die MP u.a. von Sachsen), die schieben immer gern und immer wieder uns kleinen Leuten die Schuld dafür in die Schuhe, dass ihre Maßnahmen gegen die aktuelle Version des agilen Corona-Virus einfach nicht fruchten wollen. Dazu dienen ihnen auch die inzwischen freundlicherweise von google und anderen übermittelten Bewegungsdaten. Sehr weit weg vom chinesischem Überwachungs-Punkte-System sind wir nicht mehr. Leute, ich bin 70, Risikogruppenangehöriger und gewiss kein Virenleugner!! Und ich habe ja!!!! auch Angst. Möchte nämlich noch ein paar Jahre leben. Aber doch bitte nicht so wie jetzt. Das ist doch kein Leben!!! Weder für uns Oldis, noch für euch jungen Leute. Oder gar für die Kinder, denen nicht mal der Rodelausflug oder Sport und Freunde erlaubt sind. Glaubt mir – wir Oldis haben nie gewollt, dass wegen uns nun schon den fünften Monat seit März 2020 alle anderen daheim hocken müssen.

Wer glaubt wirklich noch, dass irgendwelche Lockdowns oder Impfungen uns helfen? Das Virus wird sich immer wieder ändern. Man kann sich nicht vor Viren verstecken. Foto: Pixabay

Im Moment geht das ganz große soziale und ökonomische Desaster immer noch munter weiter. Nun werden zwar allerorten Schnelltests in Rachen und Nasen gesteckt und (nicht gegen Viren schützende Einwegmasken) verteilt, aber immer noch – ein Jahr nach Auftauchen von Covid 19 – gibt es keinen Plan, wie wir mit dem aktuellen oder anderen Viren Varianten künftig leben könnten. Geschweige denn auch nur den Ansatz, das gewinnorientierte Krankenhaus- und Pflegemodell zu ändern. Oder das Abschöpfen von Reserven der Krankenkassen und der Rentenversicherung zu beenden. Nein, es gibt keinen Plan.

Dafür lassen diverse Medien durchsickern, was uns nach der nächsten Beratungsrunde im Kanzleramt an weiteren Restriktionen “blühen” könnte. Obwohl – so viel mehr an Isolation – geht ja kaum noch. Wir Deutschen halten viel ab. Und wir sind Weltmeister zweier Gesichter. Nach außen hin immer artig. Und hinterher immer unschuldig. Man hat ja nur die von denen da oben erlassenen Vorschriften befolgt.

Wohl dem, der derzeit mit lustigen Hunden unterwegs sein darf,. Und wie schön, dass man wie ich viele verschiedene Hundefreunde hat. Denn diese Vier- und ihre Zweibeiner machen immer glücklich. Foto: Muche

Ohne Hund wärs grad schlimm

. . . oder wie sich die Oma durch das dauernde Corona- Eingesperrtsein hangelt

Wir schreiben Mitte Januar 2021. Der zweite Corona Lockdown (übersetzt Ausgangssperre) wird gerade verlängert. Der dritte ist schon von Lauterbach und und anderen Regierungsberatern beschworen. Wer gerade raus aus den Städten in endlich mal Schnee will, der trifft auf Sperrungen, Auf Verbote. Und macht sich strafbar. Auch, wer sich aus anderen Gründen weiter als 15 Kilometer von seinem Wohnort entfernen oder gar mit Freunden seinen Geburtstag feiern möchte, wird zum Kriminellen. Oder zum rücksichtslosen “Oma-Killer”.

Blick auf mein Dorf über die Neiße und einen Streifen Polen bis zum tschechischen Isergebirge. Seit Corona sind Grenzen und Wanderwege mehr oder weniger zu oder mit Bedingungen verbunden.

Denn wir Omas sollen es ja sein, zu deren Schutz 2021 erneut das Einsperren eines ganzen Volkes und die Isolierung von Familien erfolgt. Begründet mit der Verantwortung der Politik zu unserem Schutz. Beschlossen, jetzt sogar bis 7. Februar. Obwohl genau das ja bislang nicht half. Die da oben machen trotzdem weiter. Lasst euch gesagt sein: Wir Omas brauchen keinen 15-km-Radius aller übrigen Menschen zu unserem Schutz. Wir Omas möchten unsere Enkel sehen, mal von unseren Kindern besucht werden und mit Kindern und Enkeln gute Tage oder Stunden verbringen!!! Und wir möchten auch keinem Staatsdiener erklären müssen, warum wir ins Gebirge oder zu einer Freundin fahren.

Mit Freunden unterwegs, das macht Spaß. Nicht nur den Vierbeinern.

Leute – bin ich froh, dass meine kleine Cockerine und ich hier im Dorf jede Menge Hundefreunde haben. Das ist meine private Nische in Zeiten, da uns (dreißig Jahre nach der DDR) die Freiheit wieder genommen wird. Oder die Demokratie ihre Unzulänglichkeiten offenbart? Und nein!! Ich bin kein Corona-Leugner. Werde mich auch nicht “protestierend” vor die Wasserwerfer stellen. Bin aber durchaus gespannt, wie ich und andere diese Zeit später mal sehen und werten werde.

Aber weil (nicht nur ) unser Sachsen-Ministerpräsident mangels anderer Erkenntnisse “seinem” Volk die Schuld dafür in die Schuhe schiebt, dass die positiv-Testzahlen und Sterberaten trotz des erst halben und dann seit Dezember ganzen Lockdowns einfach nicht unter die von der Politik fest gesetzte willkürliche Grenze fallen will, da wird man wohl mal fragen müssen. Danach, wie sinnvoll der angeordnete Untergang von Kultur, Gastronomie, Einzelhandel u.a. ist? Oder warum es ausgerechnet für Lufthansa und TUI jetzt die Beatmung mit Steuermilliarden gibt? Oder wie blauäugig eine Exekutive agiert, die ausgerechnet ihre zu schützenden Rentner in Apotheken schickt, damit die sich für drei Wegwerfmasken anstellen? Wie kurzsichtig ist es, wenn in Sachsen die 19 000 Pendler aus Polen und Tschechien zweimal die Woche Tests bezahlen sollen? Pendler, die als Ärzte, Pfleger, Postboten arbeiten? Über diverse Impfpannen aller Art ganz zu schweigen.

So wird es wohl noch eine Weile bleiben.

Wie schwer ist es im 21. Jahrhundert, einen Stoff bei -70 Grad zu transportieren und den dann portionsweise zu verteilen? Nun, heute gibt es so was schon über Amazon für jedermann. Vor 50 Jahren gab es das als Stickstoffbehälter für “Rucksackbullen” in der DDR. Also warum haben unsere steuerbezahlten Behörden heute ein Problem damit, die Impfe heil bis an eigens geschaffene Zentren und dann noch fix an jeweils fünf Leuteln für eine Ampulle zu bringen. Ich empfinde das, was derzeit um die Impfe läuft, als ein Armutszeugnis. Wer weder Bestellung noch Logistik, geschweige denn die Schulung von Impfenden auf die Reihe bekam, wie kann man dem trauen? Rückrufaktionen sind ja schwer möglich.

Die Weihnachtskatze

. . . oder warum sich Oma an manche Festtage besonders erinnert

In meinen Kindertagen waren die Winter noch kalt und schneereich. Trotzdem sind wir an Heiligabend warm eingemummelt zwischen Mittagessen und Dunkelheit immer draußen gewesen. Bei den Bescherungsvorbereitungen in der Stube wollten die Eltern nämlich ungestört von kleinen Schlüssellochspionen und „ich muss aufs Klo-Quenglern“ bleiben. Wir sind dann an die Rodelhänge hinter dem Neustrelitzer Schlosspark oder am zum Eislaufen freigegebenen Gladecker See gestiefelt. Dabei liefen uns mehrfach arme Seelen vor die Füße, auf die – anders als für uns – keine warme Stube mit guten Gaben und ein festlicher Schmaus wartete. Unter anderem sammelten wir über die Jahre vor der eigenen Bescherung eine verletzte Taube und einen Igel, aber auch zwei Katzen ein. Und schleppten sie für rettende Pflege nach Hause.

Eine diesjährige struppige Weihnachtskatze fanden Darja und ich auf einer Wiese. Aber hab die – anders als vor 55 Jahren – nicht eingesammelt und ins Haus geholt. Aber Darja musste zusehen, wie all ihre Leckerchen fremdverteilt wurden.
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Nicht ohne meine Fitnessuhr

. . . oder wie die Oma aus der neuen Corona-Isolation das Beste machen will

Der dritte Advent ist rum, aber von Weihnachtsstimmung keine Spur. Im Gegenteil. Selbst auf unserer einsamen Dorfstraße ist – wenn überhaupt noch wer – vorschriftsmäßig maskiert unterwegs. Es ist wieder Lockdown mit Ausgangssperren usw. Aber das Cockerchen und ich sind täglich auf Tour: in Wälder, um Seen oder ins Gebirge.

Darja stören die Ausgangsbeschränkungen und Reiseverbote nicht. Der Wald ist für sie immer wieder spannend.

Aber ich will diesmal gar nichts vom Hundchen, sondern von Omas neuen Spielzeugen erzählen. Diese Dinger hatte ich anfangs als Schrittzähler um den Hals, später im Handy integriert. Mit denen laufe ich durch die wunderbare oberlausitzer Landschaft und gegen den Diabetes und Kilos an. Zielvorgabe: 10 000 Schritte. Täglich. Draußen!! Wäre wohl mit der Uhr allein und ohne Hunde als die besten Fitnessmotivatoren der Welt nicht erfüllbar gewesen. Die Wuffs holen nämlich jeden Tag alle ihre Menschen runter vom Sofa. Immer mit ungebremster Freude – für beide Seiten.

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Seuchenzaun am Rande Deutschlands

. . . oder wie Oma Schweinepestmaßnahmen an der Polengrenze in Frage stellt

Wo immer man sich derzeit bei uns in Ostsachsen in den Wald wagt, schrecken Schilder. Die suggerieren, dass hinter jedem achten Baum ein verrecktes wildes Schwein liegen könnte. Und wenn, dann soll man sofort die 112 anrufen und – so stand in der Zeitung – seinem Hundi unbedingt daheim die Pfoten abwaschen. Damit die Afrikanische Schweinepest nicht bis ins Dorf oder gar den Schweinestall des grusligen und qualvollen Sauenkäfighalters oder des Massenschweinemästers getragen werden kann.

Schutz vor einer Wildtierkrankheit? Wer genau wird geschützt? An allen Waldwegen droht Angstmache.
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