Klimakampf am Dresdener Stadtrand (Teil 2)

Juli 2019 wie geht es weiter in der grünen Wüstenei in Mockritz?

Fest steht: diese Umwelt-Geschchte aus dem Dresdener Stadtteil Mockritz wird eine Fortsetzungsserie. Denn jedes Mal, wenn ich dort bei Freunden zu Besuch bin, gibt es etwas Neues auf unserer Gassipiste zu sehen. Schon im Vorjahr zogen die Pächter aus ihren Kleingärten. Im März kreischten dann die Sägen und gefallene Bäume wurden gleich serienweise vor Ort zu Spänen geschreddert. Eine Bürgerinitiative gründete sich. Die kämpft bis heute gegen die Pläne des neuen Eigentümers. Wer es genauer wissen möchte, hier ist Teil eins der Geschichte:

An Pfählen der früheren Zäune, die im Zuge der Baumfällung entfernt worden waren prangen jetzt Verbotsschilder des neuen Eigentümers.

Dem bekannten Bauunternehmer weht mächtiger Gegenwind durch seine Pläne. Er muss jetzt auflisten, wie viele geschützte Bäume er in der Großaktion in Gärten und auf Steuobstwiese fällen ließ – und im Herbst neue Bäume pflanzen. Außerdem lässt die Bürgerinitiative die Anwohner wissen, dass es keine Änderung des Bebauungsplanes für dieses Areal gibt. Das – so ein neuer Stadtratsbeschluss – soll weiter grüne Fläche bleiben.

Aber wie lange werden die Anwohner als brave und ordentliche Bürger diese immer wilder wuchernde Wüste vor ihrem Antlitz und zwischen ihren hübschen Häusern und Gärten wohl noch ertragen können? Wo mannshohe Disteln gerade ihre Samen weit fliegen lassen. Brombeerhecken die einstige Streuobstwiese erobern und bestimmt irgendwann ein leichtsinniges Kind oder Tier in Drahthollen hängen bleibt oder in eine Grube stürzt?

Ich fahre bald wieder nach Dresden und bin gespannt, wie dieser Mockritzer Umweltkrimi weiter geht. Das lasse ich euch dann natürlich wissen.

Wenn der Hund wieder mal ächzt

Die nächtlichen Sorgen einer Cockeromi

Jeden Abend marschiere ich im im kleinen Häuschen die alte von Holzwürmern angenagte Treppe hoch. Mit mir die beiden Cocker Spaniels. Die in dem winzigen Zimmer wahlweise in ihren Körbchen oder auf Hundesessel oder -matratze übernachten. Irgendwann knipse ich das Licht aus. Gute Nacht!

Bruno im Schlafkorb. Er hat noch mehr Plätze.
Lady Darja im Schlafkorb, auch sie wechselt gern auf weitere Liegemöglichkeiten.
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Urlaub mit Hund und Hürden

Unser Urlaub beginnt mit Stress und tagelangen Sessions aller beteiligten Frauen vor PC, Tablet oder Smartphone. Wir gehen auf Quartiersuche. Die Suchaufgabe: 1. Ein nettes aber preiswertes Quartier mit vielleicht umzäunten Grundstück. 2. Nur für ein paar Tage, 3. nicht zu weit von Sachsen weg und 4. am Wasser. Es muss nicht der Ostseestrand oder Sylt sein. Ein netter See reicht. Aber 5. sind wir viele!!!

Wachtelhündin Kira im Berzdorfer Stausee. So stellen wir uns tollen Sommerurlaub vor, Foto: Chiaz
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Freunde für immer

Kinder und Hunde – das sind besondere Beziehungen

Manchmal sagt ein Foto mehr als Worte. Dieser Tage kam Anna (Name geändert) mal wieder in unsere Gegend. Sofort fietschte ihr Cockerdame Darja begeistert entgegen. Die Liebe der beiden zueinander, sie verbindet Hund und Mädchen. Anna und Darja kennen sich aus Zeiten, als beide noch sehr klein gewesen sind. Da verbrachten Annas Omi und ich (Darjas Frauchen) einen gemeinsamen Urlaub. Jede von uns äußerst besorgt um das Wohlergehen ihres jungen Schützlings. Beide Omas flitzten wir ganztägig hinter unseren “Babys” her. Damit sie ja nix Falsches naschen, irgendwo runter fallen oder so.

Diese beiden sind und bleiben Freunde fürs Leben. Für mich ist das wunderschön anzusehen.

Das ist jetzt fünf Jahre her. Aus klein-Darja ist ein propperes Hundchen geworden, das Kinder immer innig lieben wird. Selbst bei einem versehentlichem Tritt auf den Fuß oder Wegnahme eines Kauknochens durch ein Kind würde sie nie schnappen oder drohen. Aus Anna wurde inzwischen ein großes Mädchen. Die turnt, geht ins Ballett und dirigiert locker-souverän auch andere Vierbeiner herum. Die traut sich sogar zu, mit meinem inzwischen angeschafften Zweitcocker Bruno allein Gassi zu marschieren. Kann ihn langen Leine dirigieren. Und dieser wirklich hippelige ADHS-Hund, er lässt sich von diesem kleinen Mädchen prima an der langen Leine führen.

Bruno der Stockträger. Auch er hat bei der Vorbesitzerin Kinder lieben gelernt. Davon profitieren wir jetzt alle.

Es ist so toll, Hunde und Kinder in ihrem nonverbalem Miteinander zu erleben. Und ich meine hier nicht das Zwangskuscheln oder Schlafen im gemeinsamen Bett!!! Die meisten Hunde und Kinder verstehen sich und können einfach miteinander! Wenn denn der Hund in seiner Jugend gelernt hat, dass alle Menschen (auch Kinder) nett sind und man auch kleinen Kindern nicht die Semmel aus der Hand stiebitzen darf. Und wenn das Kind gelernt hat, die Bedürfnisse des Tieres zu respektieren.

Kleine Freuden bei großer Hitze

Oder wie schön das Dorfleben bei über 35 Grad sein kann

Ja Leute, ich betreibe Schleichwerbung. Fürs Dorfleben. Immer wenn ringsum und lauthals die Vorzüge urbanen Wohnumfeldes angepriesen werden, stelle ich mir die Stadtwohnung bei Temperaturen wie sie genau heute – am 26.Juni 2019 – herrschen, vor. Eine oberhalb kochender Asphaltschluchten. Wo Fenster aufreißen selbst nachts nix nützt und statt heißer Luft immer noch heiße Luft mit Abgasen hereinkommt. Und wenn Städter dann dem drohenden Hitzetod an irgendeinem Gewässer, ins Freibad oder in einen Park entfleuchen wollen. Da sind dann schon Tausende vor ihnen da.

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