Das mache ich doch mit links . . .

. . .dachte die Oma und kniete auf dem Küchenboden

Ein Dauerregentag in der sonst so schönen Oberlausitz. Das Cockerchen steht in der Haustür und will nicht mal mit Mäntelchen bei so einem Hundewetter raus. Ich auch nicht. Was also außer Lesen oder blöder Hausarbeit tun? Beim Nachbarschaftskaffee trug ich der Elke von nebenan den Plan vor: Man könnte doch den tief durchgelatschten Bodenbelag in der Küche mal wechseln. Das fand meine 75-jährige Lieblingsnachbarin toll. “Zack, zack, ist das doch in der winzigen Bude mit dem Cattermesser raus geschnitten”. Es sah auch – so wie sie mir das erklärte – total einfach aus. Nur ist sie eben handwerklich taff, während ich vier linke Hände und beim Handwerkeln nie wirklich einen Plan habe.

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Der Hund auf dem Sessel . .

. . . oder warum die Oma plötzlich kleinlaut ist

Neulich habe ich mich – von den Kreuzschmerzen abgesehen – mal wieder so richtig obenauf gefühlt. Da marschierten Hundeleute am Fenster vorbei. Und einer der Vierbeiner zog wie wild an seinem Softgeschirr und renkte seiner “Führerin” schier den Arm aus. Ich schlürfte als Zuschauer am Frühstückstisch milde lächelnd weiter meinen Kaffee und nahm mir vor, diesen Blog mal wieder mit klugen Sätzen über Hundeerziehung zu füttern. Dirigiere ich doch seit sieben Jahren einen wunderschönen Vorzeigecocker durch die heimische Landschaft.

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Prügel für Liefers . . .

. . .oder Erinnerungen an Biermann und Wandlitz in der DDR

Ich liebe ihn, den heiter-ironischen Münsteraner Tatort. Die rauchende Staatsanwältin, den kiffenden Kommissars-Papa und all die anderen eckigen Figuren. Besonders den Liefers als Prof. Börne. Ausgerechnet der fasst jetzt mediale Prügel ohne Ende ab. Sein Vergehen: Neben ihm haben es vier Handvoll Schauspieler gewagt, mit Augenzwinkern und Ironie das seit 14 Monaten mehr als misslungene und von Maskenaffären und Organisationsdebakeln begleitete Corona-Management ihrer (unserer) Regierung auf die Schippe zu nehmen. Erinnert mich ganz sehr an die DDR. Und deren Umgang mit kritisierenden Künstlern. Sagen euch Namen wie Biermann, Manfred Krug und Armin Müller-Stahl noch was?

. . . und jetzt noch die indonesische Variante. Hauptsache ihr bleibt in der Angststarre.
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Von ehrlichen Zittauer Findern . . .

. . . und wie Oma ihren Führerschein wieder mal wieder bekommen hat

Glück gehabt!! Nach zwei angstvoll-verärgerten Tagen ist die Geldtasche wieder an ihrem Stammplatz. Und ein mindestens zehn Tonnen schwerer Lausitzer Granitbrocken ist mir von der Seele gepoltert. Wer selbst schon einmal Ostereiersuchen um Autoschlüssel, Telefon oder die Mappe mit den Ausweisen absolviert hat, der lächelt jetzt wissend. Wenn mal was verschwindet ist, bricht ja keinesfalls sofort die große Panik aus. Zuerst einmal sucht der Mensch – anfangs noch ziemlich cool – und seiner Schussligkeit gewiss an den üblichen Stammplätzen. Erst, wenn weder an diesen üblichen, noch an den sonstigen Fleckchen der vermisste Gegenstand auftauchen will, steigt der Blutdruck, wächst die Hektik und kalte Angst beginnt ganz langsam den Rücken hoch zu kriechen.

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Die Sache mit den Abkürzungen . . .

. . . oder warum die Oma dabei immer noch auf die Nase fällt

Dass der kürzeste Weg keinesfalls immer der beste ist, das sollte man irgendwann in einem so langem Menschenleben wie meinem mal geschnallt haben. Aber denkste! Der Mensch ist eben, wie er ist. Und wenn ich die Wahl habe, dann nehme ich bis heute am liebsten irgendwo immer noch ne verlockende Abkürzung. Die ziehen mich magisch an. Über etliche Fallstricke bin ich dabei im Job, beim Wanderreiten oder in anderen Lebensbereichen schon geflogen.

Äste und Brombeerranken. Die reichen heute, um Oma zu Fall zu bringen. Da staunt der Cocker. Er hat vier Beine
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