Von Dorfrunden mit Hundefreunden

. . . oder warum Oma sich dabei Besserwisserei verkneift

Immer dienstags bin ich mit Sanne und Margit plus unseren insgesamt fünf Wuffs rund ums Dorf unterwegs. Selbige sind ganz verschiedene Typen. Wir Leinenhalter ebenfalls. Und unsere Ansichten darüber, was ein Hund als Grunderziehung mindestens braucht, die gehen zwar nicht grundsätzlich, aber in der Praxis doch sehr weit auseinander. Wir kommen trotzdem fast immer gut miteinander aus. Die Hunde sowieso.

Margit und Sanne bei einer unserer Hunderunden am Dittelsdorfer Kirchsteg. Seit fast acht Jahren sind wir – nicht immer konfliktfrei – gemeinsam unterwegs.
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Sonntags an der Bundesstraße

. . . oder wie Oma Verbote und Begrifflichkeiten in Corona-Zeiten sieht

Wow, wer hätte gedacht, was wir alten ex-DDR-ler jetzt als Rentner noch so alles erleben dürfen. Wir dachten, nach Wende, Treuhand, Euro und den Klimademos junger Leute kann ereignismäßig in Sachen äußerer Lebensumstände nichts mehr Einschneidenderes kommen. Aber denkste!! Jetzt ist Corona. Wenn Honecker und sein Stasichef Mielke seinerzeit auf die Idee gekommen wären, dann hätten die Covid 19 erfunden und wären zur Rettung ihrer DDR anders damit umgegangen, als Ende der 60-er mit dem Hongkong-Virus in ihrem Staat Und nein. Ich will hier weder das böse Virus noch dessen zum Teil wirklich tödlich-bösen gesundheitlichen Folgen negieren und verharmlosen.

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Unterwegs zu Fuchs und Hase

. . . oder wie Oma wieder den Wald mit Hund genießt

Der Wald – er ist nicht nur in Corona-Zeiten Balsam fürs Gemüt. Zumindest in jenen Ecken, wo noch nicht die Harvester beim Kampf gegen den Borkenkäfer viel Kahlschlag und auf lange Sicht zerstörte Bodenflora und Lebensräume hinterlassen. Und selbst, wenn der Wald gegen fehlendes Wasser, Schädlinge und Stürme kämpft – ihm wohnt ein Zauber inne. Wenn die Bäume flüstern und die Vögel von Ast zu Ast ihren Sängerwettstreit abhalten, kann ich den Wald zu jeder Jahres mit allen Sinnen genießen. Und noch aufmerksamer schaue ich auch mal um Bäume oder an ihnen hoch, seit ich das Buch “Das geheime Leben der Bäume” von Peter Wohlleben gelesen habe.

Cockerchen Darja im heimatlichem Kemlitztal. Sie zeigt mir bei Waldrunden, was Hunde so alles lange vor ihren Menschen entdecken.

Nun waren meine letzten fünf Gassijahre mit Hunden eher anstrengend. War doch der “Oberjäger” Bruno im Wald selbst angeleint nur schwer zu händeln. Und die auf dem Foto oben so unschuldig blickende Darja zeigte ihm ständig, was es rechts und links des Weges zu schnuppern gab. Von geruhsamen Waldwanderungen konnte also keine Rede sein. Selbst als die Cocker nach sehr, sehr viel Arbeit wechselweise frei und ausschließlich auf dem Hauptweg laufen durften, brauchte ich acht Augen, fünf Ohren und 200% Aufmerksamkeit , um möglichen “Jagdausflügen” des Duos zuvor zu kommen. Weil Wald so aber wenig Freude gemacht hat, wurden Gänge in den Busch eher die Ausnahme.

Darja und ihre von meiner Freundin Margit mal ausgeborgte Casey bleiben im Wald auf dem Weg. Selbst als den neulich drei junge Füchse querten, stürmten die Mädels nicht in den Busch. Ließen sich stoppen..

Das ist jetzt wieder anders. Glücklich und entspannt stiefel ich mit der seinerzeit von klein auf gut erzogenen Hündin durch den Wald. Dass die ein sehr vorsichtiger Typ ist, erweist sich unterwegs als Vorteil. Sieht das Cockerchen Wild, dann zeigt das Darja verharrend und mit erhobener Pfote an. Ist ja kein Kumpel mehr da, den sie anstiften und dem sie sich dann anschließen kann. Heute stand ein Feldhase mitten auf dem Weg. Dann stehen wir beide da. Mucksmäuschenstill. Und ich zücke in Zeitlupe das Smartphone. Leider ist auch das beste Handy keine Spiegelreflexkamera mit Teleobjektiv. Und so ist der Hase kaum erkennbar, der jagende Fuchs von vorgestern zumindest zu sehen und das neulich seitwärts von uns äsende Reh nur mit Beschreibung zu sehen.

Frau oder Herr Reinicke auf Mäusejagd. So etwas zu beobachten – mit einem Jagdhund an der Seite – ist toll.

Nun leben in unserer sächsischen Oberlausitz neben Bibern, Rehen, Waschbären und Füchsen auch ne Menge wilder Schweine und in meinem “Hauswald” zieht sogar eine Wolfsfamilie ihre Welpen auf. Ich gehe trotzdem ohne Angst mit Hund in den Wald. Denn mein Hund signalisiert, wenn etwas in der Nähe ist. Und da das Cockerchen bei mir bleibt, provoziert Darja weder eine führende Bache noch läuft sie dem Wolf vor die Fänge. Die einzigen Jagdausrutscher bilden huschende Eichhörnchen.

Gehorsamskeitsprüfung 2020

. . . . oder warum die Oma nicht maskiert einkaufen gehen mag

Sicherheitsleute breitbeinig vor der Kaufland-Glastür. Ich solle die Maske doch bitte bis hoch über die tropfende Nase hoch ziehen. So tritt mir einer der stämmigen Corona-Gewinnler entgegen. Danach stand ich im Nebel beschlagener Brillengläser und aus der allergenen Nase lief das Wasser bis Unterkante Oberlippe. Heute schreiben wir Woche drei der sächsischen Maskenpflicht.

Und Ich bin genau so begeistert, wie ich hier schaue. Mir tun alle leid, die solche Dinger, weil vom kleinen Landesfürsten “allgemeinverfügt” jetzt ganztags tragen müssen.
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Die Prinzessin auf der Erbse

Mit Cockerhündin Darja nun wieder allein unterwegs

Es ist still geworden im Haus. Und ziemlich aufgeräumt. Niemand klaut mehr Socken und Pantoffeln oder bei Unachtsamkeit sogar unser noch ungekochtes Essen von der Arbeitsplatte in der Küche. Keiner will zuerst aus dem Gartentor hinaus drängeln oder stürmt unhaltbar zu den netten Nachbarn, die leider immer lecker Leckerchen bereit halten. Und kein altes Riesenschnauzermädchen will nur noch ganz gemach und lediglich auf kurzen Runden Gassi geführt werden.

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