Der kranke Hund und mein Handy . . .

. . . oder wie Omas Cocker selbst mit Bauchweh mein verlorenes Telefon findet

Meinem Hundchen geht es seit vier Uhr schlecht. Darja spuckt. Aller Stunden quittegelben Schaum. Da gibt es für das Omafrauchen nur eine Richtung: den Tierarzt. Auf dem Weg dahin aber noch ne kurze Gassipause in der ländlichen Pampa. Schließlich wollen Tierärzte auch wissen, was hinten so rauskommt. Neben der aktuellen Kotzerei könnte ja noch was anderen diagnostisch hilfreich sein. Verhalten, Veränderungen und so. Anamese heißt. wozu sich gute Menschen- und gute Tierärzte Zeit nehmen. Da es dem Cockerchen nicht erst seit vier Uhr früh, sondern schon länger schlecht geht, es nächtens schmatzt, schleckt und schluckt, hatte ich vorsorglich und vorsichtshalber schon mal die ersten zwei Kackproben gesammelt.

Krankes Hundchen. Da fragt natürlich Frauchen Doktor google, aber dann besser noch nen richtigen Tierarzt.

Am Notfallmorgen dann die dritte wurmklärerisch notwendige Probe ins Becherchen verfrachtet. Um dann bei der tierärztlichen Nachfrage nach der telefonischen Ergebnisübermittlung festzustellen: das Handy ist weg. Findet sich weder im Rucksack noch im Auto. Also hab ich es wieder mal verloren. Aber wo? Kann ja nur vorhin auf der großen Wiese beim Bücken passiert sein, auf der wir vor dem TA-Besuch kreuz und quer umher gehirscht sind, um auf Hundekacke zu warten. Aber: Sehr hoch und ziemlich uneinsehbar sind Ende Juli überall Wiesen und Wegränder. Wie soll man wissen, um welche Grashalme genau man vor zwei Stunden gestiefelt ist und wo man sich gebückt hat? Ich wusste es jedenfalls nicht mehr.

Aber es gibt ja mein Cockerchen Darja – die als gefördertes und talentiertes Supernäschen in guten Zeiten versteckte Gegenstände, von Versteckspielen begeisterte Kinder, aber auch die beim Pilzesuchen im Wald ernstlich verlorene Nachbarin aufspüren kann. Und dieses Hundchen hat – obwohl schmerzgeplagt und vom TA gedopt – mein Handy tatsächlich im hohen Gras gefunden.

Mein tolles Mäuschen Darja. Es hat sich gelohnt, dir viele gute Dinge beizubringen. Die Euros für den Tierarzt hast du schon durch das Auffinden des Handys wieder reingeholt.

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Oma feiert anders . . .

. . . oder von kleiner Teichparty mit Hunden und Freunden

Eine grüne Oase, liebevoll gepflegt. Wer den Verein bei der Pflege unterstützen möchte, findet am Bungalow alle Daten.

Nein, so eine mit Damast bedeckte Tafel mit feinstem Porzellan drauf und festlicher Dress für die gratulierenden Leute – das ist mir nix. Das passt einfach nicht zu mir. Auch nicht bei Jubiläen. Also entstand beim Nachbarschaftskaffee mit Elke die Idee vom kleinen Picknick am Schlegeler Teich. Diese kleine und inzwischen wieder von den Teichfreunden so fein gepflegte grüne Oase zwischen vier Oberlausitzer Dörfern, sie gehört ganzjährig zu meinen Lieblingsmorgenrunden mit dem Cockerchen Darja.

Und so haben sich ein Dutzend Vierbeiner mit ihren Dosenöffnern und meine Nachbarin als Johanna-Hüterin an einem arschkalten Maitag am Teich eingefunden.

Und weil die meisten Hundeleute ihre Wuffs immer und überall dabei haben möchten und erst dann wirklich glücklich sind, habe ich die “kleinen Harlekine”, Jacko, Paulchen, Krümel, Freddy usw. samt ihren Dosenöffnern zum Imbiss rund um den Teich geladen. Wegen Schlechtwetter gehörte das Gelände auch uns ganz allein. Und so konnten alle Hunde (zwischen vier Monaten und 14 Jahren alt) also frei laufen. Sie lernten neue Kumpels kennen, ohne dass ihre Frauchen sich groß ängstigten. Und für jedes Scheißhäufchen gab es rings um den Teich die Abfallbehälter.

Und hier gab es dann für uns Menschen bei der Heike vom Kiosk “Teichrose” den Badimbiss und Erdbeerbowle.

Alles in allem ein Nachmittag, der zu mir passte. Der mir und hoffentlich auch den outdoor-Gästen in guter Erinnerung bleiben wird. Zumindest haben sich bei 12 Grad Celsius mit lauter Schauern weder Zwei- noch Vierbeiner was weg geholt.

Monjas Torte fand ebenfalls begeisterte Koster. Ach ja – und den vielen Wein – den werden wir bei den nächsten Hundedienstagen so nach und nach verkosten.

Der Hund auf dem Sessel . .

. . . oder warum die Oma plötzlich kleinlaut ist

Neulich habe ich mich – von den Kreuzschmerzen abgesehen – mal wieder so richtig obenauf gefühlt. Da marschierten Hundeleute am Fenster vorbei. Und einer der Vierbeiner zog wie wild an seinem Softgeschirr und renkte seiner “Führerin” schier den Arm aus. Ich schlürfte als Zuschauer am Frühstückstisch milde lächelnd weiter meinen Kaffee und nahm mir vor, diesen Blog mal wieder mit klugen Sätzen über Hundeerziehung zu füttern. Dirigiere ich doch seit sieben Jahren einen wunderschönen Vorzeigecocker durch die heimische Landschaft.

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Die Sache mit den Abkürzungen . . .

. . . oder warum die Oma dabei immer noch auf die Nase fällt

Dass der kürzeste Weg keinesfalls immer der beste ist, das sollte man irgendwann in einem so langem Menschenleben wie meinem mal geschnallt haben. Aber denkste! Der Mensch ist eben, wie er ist. Und wenn ich die Wahl habe, dann nehme ich bis heute am liebsten irgendwo immer noch ne verlockende Abkürzung. Die ziehen mich magisch an. Über etliche Fallstricke bin ich dabei im Job, beim Wanderreiten oder in anderen Lebensbereichen schon geflogen.

Äste und Brombeerranken. Die reichen heute, um Oma zu Fall zu bringen. Da staunt der Cocker. Er hat vier Beine
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Wir beim Tierarzt . . .

. . . oder wie wir Hundehalter uns darauf ein wenig vorbereiten können

In meinen vielen Pferde-, Hunde- und Katzenhalterjahren habe ich schon in sehr vielen Wartzimmern von Tierärzten gehockt. Dort mindestens einen 911er Porsche (gebraucht freilich) gelassen. Aber was tut man nicht alles für seine geliebten Vierbeiner? Wir tun so vieles. Aber gerade einige wichtige und grundlegende Basics – unter anderem in Sachen Tierarztbesuch – leider nicht. Dabei ist es relativ einfach, einen Hund zu konditionieren. Wer das nicht mag oder kann, der sollte zumindest so etwas wie einen Tierarztknigge anstreben. Wenn Tierärzte nämlich via Aushang darum bitten müssen, dass ihnen nicht an die Blumenkübel vor dem Wartezimmer gepisst oder mitten ins Familiengehöft geschissen wird, dann ist das zum Fremdschämen. Markierend überall rumpieseln – das hat der Wauzi doch vorher daheim gelernt. Jeden Artgenossen überall anzukeifen ebenfalls.

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