Die Prinzessin auf der Erbse

Mit Cockerhündin Darja nun wieder allein unterwegs

Es ist still geworden im Haus. Und ziemlich aufgeräumt. Niemand klaut mehr Socken und Pantoffeln oder bei Unachtsamkeit sogar unser noch ungekochtes Essen von der Arbeitsplatte in der Küche. Keiner will zuerst aus dem Gartentor hinaus drängeln oder stürmt unhaltbar zu den netten Nachbarn, die leider immer lecker Leckerchen bereit halten. Und kein altes Riesenschnauzermädchen will nur noch ganz gemach und lediglich auf kurzen Runden Gassi geführt werden.

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Nein – friss das nicht!!

. . . oder wie die Oma in den Corona-Verbotszeiten Gassi für Giftködertraining nutzt

Ja, selbst in unserer kleinen ostsächsischen Provinzstadt gibt es sie: die feigen und fiesen Typen, die sich an der Qual und dem Leid anderer ergötzen. Und Giftköder für Hunde und Katzen auslegen. Ich bin alarmiert. Hatte mir ja schon früher vorgenommen, dem intelligenten Prinzesschen Darja beizubringen, nix zu fressen, was auf dem Boden liegt. Aber das Vorhaben rutschte dann bei der Betreuung von erst drei und dann zwei Hunden irgendwie immer hinten runter. Außerdem sind Cocker “Fressmaschinen”.

Das kleine weiße Fitzelchen am unteren Bildrand, das ist ein zerknüllter Briefumschlag mit Wurstzipfel. Hab ich zu Übungszwecken am Wegesrand diskret fallen lassen. Fürs Gucken zu mir gibt es dann Leberwurst.

Ich hab die Anleitung via youtube von einer tollen Frau, die ihre Anleitungen verständlich und nachvollziehbar macht. Und die ich gern irgendwann noch mal persönlich kennen lernen möchte.

Hier finden Hundeleute nicht nur das Giftködertraining, sondern auch viele andere Anleitungen. https://www.youtube.com/results?search_query=giftk%C3%B6dertraining+salostowitz

Zurück zu meinem Prinzesschen. Die hat doch eins, zwei und drei sofort und fix begriffen, wie toll leckere Tauschgeschäfte funktionieren. Man zeige seinem Frauchen einfach allen Essensmüll am Wegesrand (wie Wurstpappen, leere Eisbecher usw.) an und die jodelt dann freudig ihr selbst ernanntes Anti-Giftköder-Wort und reicht was aus der Hand runter.

Papiertüte, Kaffeebecher und Leberwurstdose – alles mit lecker Sachen bestückt -dienen uns unterwegs als Parcours für das Training. Natürlich nicht wie hier auf einem Haufen, sondern unbemerkt über größere Strecken verteilt.

Dumm nur, dass mein kluges kleines Hundchen einen IQ von mindestens 120 hat. Und haarscharf schlussfolgert: wenn man unterwegs Müll bis hin zu den vollgerotzten Tempos anderer Leute anzeigt, gibt es im Gegenzug ein Leckerchen. Genau an den Punkt bin ich beim ersten Versuch eines Giftködertrainings vor Jahren schon mal gescheitert. Aber jetzt kriegen wir das hin. Nach Tag 3 gibt es kein Leckerli für die Tempos anderer Leute. Und wir üben den Unterschied zwischen “liegen lassen!!!” und “such verloren”, wo nämlich mein Hündchen seit Jahren Handschuhe, Nachbarinnen oder anderes auf Kommando sucht und findet.

Allein unterwegs

Entdeckungen in Zeiten des Kontaktverbotes

Es ist Corona-Zeit in Sachsen. Und gerade mal die erste Woche mit dem Ausgangsverbot herum. Cockerchen Darja und ich sind deshalb immer allein und beizeiten unterwegs. Sprich: Wir gehen dahin, wo uns möglichst keine oder wenig andere Menschen begegnen. Das ehemalige Landesgartenschaugelände am Olbersdorfer See gehört dazu. Und der Berzdorfer See bei Görlitz. Und die abgelegenen Wege im Zittauer Gebirge. Bei diesen Sologängen tanken wir nicht nur die frische Luft plus Vitamin D, sondern derzeit entdecken links und rechts der Wege auch viele bisher übersehene Dinge.

Am Olbersdorfer See entdeckt: die Erinnerungstafel an einen Menschen, der sich bei Entstehung dieses Sees als Wegewart engagierte. Schön, wenn ein Mensch solche Spuren hinterlässt.
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Die Heinzelmännchen vom Teich

Der neue Verein der Schlegeler Teiche legt so richtig los

Es gibt sie noch: Leute die auch weit weg von ihrer Haustür anpacken und damit nicht nur sich, sondern auch anderen Menschen ein “grünes Wohnzimmer” schaffen. Fast jede Woche kann ich Neues bei den Runden um die Schlegeler Teiche entdecken. Voriges Jahr mutmaßte ich noch, dass aus dem vormaligen Badeteich ein verschilfter und zugewucherter Sumpf wird. Doch es kam anders!!!

Das Ufer ist abschnittsweise von Schilf beräumt, neuer Sand für die Kinderbadestelle und erneuerte Bänke sind schon da. Morsche Bäume sind gesägt. Am Teich tut sich was. Bevor die Sonnenbader kommen.
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