Mein Cocker Bruno und seine Waldläufe

Der Weg bis zum Freigang für den Jagdspaniel dauerte vier lange Jahre

Ich liebe den Wald. Zu allen Jahreszeiten. Meine beiden Cocker finden es dort ebenfalls ganz toll. Zu Zeiten, als es nur eine Cockerin gab, sind wir (die Leine im Pilzkorb) stundenlang auf Pirsch gegangen. Das änderte sich schlagartig, als vor vier Jahren der brummelnde Bruno zu uns kam. Den “gebrauchten” Hund hatte ich mir ausgesucht. So nach dem Motto, einen zweiten Hund zu erziehen, das kann ja wohl nicht so schwer sein. Denkste!!!

Das gemischte Doppel. Als solches in Feld und Wald bis heute eine große Herausforderung.

Unser Problem war ja nicht Sitz, Platz und Fuß, sondern Brunos Jagdleidenschaft. Wäre ich nicht schon ziemlich alt gewesen, wahrscheinlich hätte ich sogar ne Jägerprüfung avisiert, nur um den beiden Jagdhelfern den Job zu verschaffen, für den sie einst gezüchtet worden sind. Bevor man Cocker zu Kuschelhunden machte. Aber so schaute ich nur ziemlich alt aussehend in die Landschaft, wenn mich das Duo mal wieder in selbiger stehen gelassen hatte.

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Greta und die Mockritzer Streuobswiese

In der Dresdener ex-Gartenlandschaft ist seit April wilde Wüste

Es geht heiß her in dem goldenen September 2019. An der schwedischen Greta und dem so halbherzigen Klimapaket der deutschen Regierung scheiden sich gerade heftig unsere Geister. Die großen Politik-Player lassen heftig twittern oder you-tuben. In den sozialen Medien fliegen derweil die Fetzen bis weit unter alle Gürtellinien. Doch wie sieht es eigentlich drei Treppenstufen tiefer, bei uns vor der Haustür aus? Und oberhalb meines eigenen Verbrauchs an Plastikverpackungen oder des Klopapiers aus Tropenholz. Oder des Burgers aus Gen-Soja? Ich habe seit Februar bei Besuchen in der sächsischen Landeshauptstadt immer wieder ein Beispiel vor Augen.

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Wenn der See aber nun halb leer ist . . .?

Tolle Tage an einem Stausee ohne Wasser

Ob bei Gassirunden oder im Urlaub – mich und Cocker Spaniel Bruno zieht es zum Wasser. Aber während ich Gewässer auch vorbei laufend als Zuschauer genießen kann, muss Bruno immer und überall hinein. Das ist bei Urlaubsplanungen zwingend zu berücksichtigen. Grenzt es doch aus Brunos Sicht an schlimmste Tierquälerei, wenn er evtl. tagelang an der Leine an Wassern nur vorbei geführt wird.

Also muss Wasser im Urlaub sein. Und trotzdem wagten wir Hundefreundinnen uns neulich ausgerechnet an den in diesem Jahr abgelassenen Stausee Quitzdorf. Ein Gewässer, das selbst bei normalem Wasserstand durch Blaualgen übel beleumdet ist. Zudem war via Regionalzeitung kurz vor unseren Hundefreundetagen zu erfahren, dass die abgestorbenen Blaualgen am Ufer schrecklich müffeln würden. Doch ganz so schlimm war es dann nicht, Es roch eher wie Brackwasser am Bodden.

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Klimakampf am Dresdener Stadtrand (Teil 2)

Juli 2019 wie geht es weiter in der grünen Wüstenei in Mockritz?

Fest steht: diese Umwelt-Geschchte aus dem Dresdener Stadtteil Mockritz wird eine Fortsetzungsserie. Denn jedes Mal, wenn ich dort bei Freunden zu Besuch bin, gibt es etwas Neues auf unserer Gassipiste zu sehen. Schon im Vorjahr zogen die Pächter aus ihren Kleingärten. Im März kreischten dann die Sägen und gefallene Bäume wurden gleich serienweise vor Ort zu Spänen geschreddert. Eine Bürgerinitiative gründete sich. Die kämpft bis heute gegen die Pläne des neuen Eigentümers. Wer es genauer wissen möchte, hier ist Teil eins der Geschichte:

An Pfählen der früheren Zäune, die im Zuge der Baumfällung entfernt worden waren prangen jetzt Verbotsschilder des neuen Eigentümers.

Dem bekannten Bauunternehmer weht mächtiger Gegenwind durch seine Pläne. Er muss jetzt auflisten, wie viele geschützte Bäume er in der Großaktion in Gärten und auf Steuobstwiese fällen ließ – und im Herbst neue Bäume pflanzen. Außerdem lässt die Bürgerinitiative die Anwohner wissen, dass es keine Änderung des Bebauungsplanes für dieses Areal gibt. Das – so ein neuer Stadtratsbeschluss – soll weiter grüne Fläche bleiben.

Aber wie lange werden die Anwohner als brave und ordentliche Bürger diese immer wilder wuchernde Wüste vor ihrem Antlitz und zwischen ihren hübschen Häusern und Gärten wohl noch ertragen können? Wo mannshohe Disteln gerade ihre Samen weit fliegen lassen. Brombeerhecken die einstige Streuobstwiese erobern und bestimmt irgendwann ein leichtsinniges Kind oder Tier in Drahthollen hängen bleibt oder in eine Grube stürzt?

Ich fahre bald wieder nach Dresden und bin gespannt, wie dieser Mockritzer Umweltkrimi weiter geht. Das lasse ich euch dann natürlich wissen.

Grün und bunt – das tut der Seele gut

Im Juni kippt die Natur ihr Füllhorn aus

Es duftet wie in einer Parfümerie. Dabei gehe ich mit den Hunden morgens nur an einem Pfad neben einer großstädtischen Gartensparte entlang. Dort blüht unter anderem der sonst kurz zur Hecke gestutzter Liguster. Ein Stück weiter prächtige Brombeerbüsche, rosa Hagebutten und der erste Sommerflieder. Außerdem am Wegesrand diverse Nesseln und vieles andere.

Blühende Brombeerbüsche am Wegesrand. Sie duften fein, sind aber nichts für Menschen, sondern ein Rückzugsort und sichere Wohnung für allerlei Getier.
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