Zur Weinlese im Schwabenland

Zwei Omas und ein Hund auf Erlebnisurlaub

Alles im Leben macht der Mensch zum ersten Mal,. Egal wie alt man ist: Es kommt immer noch manches erste Mal. Frau Nachbarin und ich sind dieses Jahr quer und schräg durch Deutschland gefahren, um unsere persönliche Premiere einer Weinlese zu erleben.

Gut, wer bei der Lese auf Nachbarn und Verwandte zurück greifen kann. Denn es wird für Weinbauern immer schwerer, bezahlte Helfer zu finden.
Für die Lesehelfer sind scharfe Scheren und Eimer das wichtigste Arbeitszubehör.

Und die Helfer müssen in den Lesewochen flexibel und manchmal förmlich auf Zuruf geordert werden, Denn wer seine Trauben teilweise noch von Hand und nicht nur mit dem Vollernter liest, der muss nach Ansage seiner Genossenschaft an bestimmten Tagen bestimmte Sorten anliefern.

Hier fährt der Winzer mit dem vollem Traubentransporter aus der Zeile. Der wird dann in die größeren Zuber gekippt.

Eingewiesen ins Handling mit Schere und Eimer haben Frau Nachbarin und ich erst einmal durchs Weinlaub hindurch zu den erfahreneren “Kollegen” hinüber gelinst. Immer wieder hatten wir gehört, dass die Zeit der Lese nicht nur eine arbeitsreiche, sondern auch eine der vielen Worte ist. Über Gott und die Welt wird geschnattert. Unser Mundwerk bewegte sich zwar noch nicht so schnell wie die Schere, aber das lag nicht an Themenmangel, sondern an fehlender Routine. Wir haben den anderen auf die Eimer und Finger geschaut. Und ja – nach anderthalb Hangstunden haben wir Anfängeromas zumindest eine Ahnung davon bekommen, wie sich der Körper bei der Lese auf richtigen Hanglagen, an 30-Grad-Tagen oder nach sieben Stunden anfühlen könnte.

Meine Frau Nachbarin plant schon einen weiteren “Leseurlaub” für das kommende Jahr. Die weißen Handschuhe trägt Elke übrigens nicht, weil sie besonders vornehm ist, sondern weil die Trauben des Acalon sehr färben..

Trotzdem wollen wir beiden Altsächsinnen nächstes Jahr wieder in die familiären Weinberge.. Die Winzer legen übrigens von Januar bis Oktober immer wieder Hand an. Ich hatte als bekennender Weintrinker bis zum 60. Lebensjahr keine Ahnung davon, wie viel Arbeit im Wein steckt. Erst seither hochachte ich einen guten Tropfen aus würrttembergischen Bergen.

Schwarzriesling oder Dornfelder? Den Trauben sieht man nicht an, zu welchem Wein sie später werden. Und sie schmecken auch bei Hunderunden und beim Arbeiten im Weinberg total lecker.

Pendeln mit Hund

Oder wie wir von Wechseln zwischen Stadt und Dorf profitieren

Einmal monatlich packe ich Hunde, Koffer und Laptop ins Auto und düse für ein paar Tage in die sächsische Landeshauptstadt. Ich liebe Dresden. Und natürlich meine Freundin Heidi. Die zwei sonst dörflich lebenden Jagdhunde jodeln freudig wie ein Volksmusikduo, sobald ich den alten Kleinwagen an den Bordstein lenke. Denn diese Stadtbesuche sind für sie immer tolle Verwöhntage mit Abenteuerereinlagen.

Immer wieder schön: eine Exkursion in den Großen Garten Dresden. Hier bei den Blumenrabatten vor dem Großen Palais.
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Oma bekommt die Welt erklärt

Oder wie Wissen krümelweise aufgeschnappt wird

Eine meiner Töchter schickt mir immer mal Links von einer Youtuberin bzw. Influencerin oder wie auch immer die Leute heißen, die vor der Kamera hüpfen und uns vom Sofa aus die Welt, den Klimawandel oder das Scheren von Hunden erklären. Ich halte maximal drei Minuten durch und schalte dann entnervt weg. Schicke aber meinerseits Hundefreunden immer mal wieder gern eines der Erziehungshilfsvideos (quasi anstelle meines erhobenen Zeigefingers) Bringt deren Hunden natürlich gar nix. Deren Frauchen schalten nämlich auch einfach weg.

Das sieht doch ganz harmonisch aus. Oder? Ist es aber nicht. Und weder Youtube-Anleitungen noch Hundeforen oder geborgte Bücher können die Mühe richtiger Ausbildung bzw. Anleitung ersetzen.
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Kleine Freuden bei großer Hitze

Oder wie schön das Dorfleben bei über 35 Grad sein kann

Ja Leute, ich betreibe Schleichwerbung. Fürs Dorfleben. Immer wenn ringsum und lauthals die Vorzüge urbanen Wohnumfeldes angepriesen werden, stelle ich mir die Stadtwohnung bei Temperaturen wie sie genau heute – am 26.Juni 2019 – herrschen, vor. Eine oberhalb kochender Asphaltschluchten. Wo Fenster aufreißen selbst nachts nix nützt und statt heißer Luft immer noch heiße Luft mit Abgasen hereinkommt. Und wenn Städter dann dem drohenden Hitzetod an irgendeinem Gewässer, ins Freibad oder in einen Park entfleuchen wollen. Da sind dann schon Tausende vor ihnen da.

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Was ist ein Cronjob?

Oma und die Begriffe aus einer anderen Welt

Fragen Sie ruhig, wenn noch etwas unklar sein sollte”, sagte Martin. Er hat mir kürzlich diese Webseite mit all ihren Funktionen datenkonform gebastelt und auf Servern angemeldet. Der IT-Azubi ist jünger als meine jüngste Enkelin, aber ich habe viel weniger Hemmungen, ihn nach technischen Dingen zu fragen, die ich nicht mehr verstehe. Über eine ebay-Kleinanzeige und Suche nach technischer Hilfe für diesen Blog habe ich Martin gefunden.

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