Wir beim Tierarzt . . .

. . . oder wie wir Hundehalter uns darauf ein wenig vorbereiten können

In meinen vielen Pferde-, Hunde- und Katzenhalterjahren habe ich schon in sehr vielen Wartzimmern von Tierärzten gehockt. Dort mindestens einen 911er Porsche (gebraucht freilich) gelassen. Aber was tut man nicht alles für seine geliebten Vierbeiner? Wir tun so vieles. Aber gerade einige wichtige und grundlegende Basics – unter anderem in Sachen Tierarztbesuch – leider nicht. Dabei ist es relativ einfach, einen Hund zu konditionieren. Wer das nicht mag oder kann, der sollte zumindest so etwas wie einen Tierarztknigge anstreben. Wenn Tierärzte nämlich via Aushang darum bitten müssen, dass ihnen nicht an die Blumenkübel vor dem Wartezimmer gepisst oder mitten ins Familiengehöft geschissen wird, dann ist das zum Fremdschämen. Markierend überall rumpieseln – das hat der Wauzi doch vorher daheim gelernt. Jeden Artgenossen überall anzukeifen ebenfalls.

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Schlimmer geht es immer . . .

. . . oder wie Corona-Zwangsmaßnahmen Omas Leben verändern

Immerhin!!! Bis kurz vor das Zittauer Gebirge dürfte ich derzeit noch außer Haus. Maskiert und zeitlich befristet. Bis dahin geht der momentan bei uns in Sachsen fürs Fußvolk erlaubte 15-Kilometer Radius, in dem man sich aus wichtigem Grund außerhalb seiner Bude bewegen darf. Danke gleich mal an die Martins, die Posselts und die Koziols!!! Dass es euch noch als Fleischer, Bäcker und Lebensmittelladen in unserem Dorf noch gibt. Und der nächste aldi ist sogar nur 12 Kilometer entfernt. Mit google Maps nachgemessen. Weil ja derzeit die Polizei nicht lauter Diebe und Betrüger jagt, sondern die kleinen Leute kontrolliert und verfolgt.

Winter 2021 in Dittelsdorf. Wir dürfen nur noch tagsüber aus dem Haus, müssen draußen inzwischen überall Masken tragen, und dürfen uns weder zu Kindergeburtstagen noch zum Skat treffen, oder sonst wie mit Freunden treffen oder Verwandte besuchen. .

Denn unser Politiker (wie zum Beispiels die MP u.a. von Sachsen), die schieben immer gern und immer wieder uns kleinen Leuten die Schuld dafür in die Schuhe, dass ihre Maßnahmen gegen die aktuelle Version des agilen Corona-Virus einfach nicht fruchten wollen. Dazu dienen ihnen auch die inzwischen freundlicherweise von google und anderen übermittelten Bewegungsdaten. Sehr weit weg vom chinesischem Überwachungs-Punkte-System sind wir nicht mehr. Leute, ich bin 70, Risikogruppenangehöriger und gewiss kein Virenleugner!! Und ich habe ja!!!! auch Angst. Möchte nämlich noch ein paar Jahre leben. Aber doch bitte nicht so wie jetzt. Das ist doch kein Leben!!! Weder für uns Oldis, noch für euch jungen Leute. Oder gar für die Kinder, denen nicht mal der Rodelausflug oder Sport und Freunde erlaubt sind. Glaubt mir – wir Oldis haben nie gewollt, dass wegen uns nun schon den fünften Monat seit März 2020 alle anderen daheim hocken müssen.

Wer glaubt wirklich noch, dass irgendwelche Lockdowns oder Impfungen uns helfen? Das Virus wird sich immer wieder ändern. Man kann sich nicht vor Viren verstecken. Foto: Pixabay

Im Moment geht das ganz große soziale und ökonomische Desaster immer noch munter weiter. Nun werden zwar allerorten Schnelltests in Rachen und Nasen gesteckt und (nicht gegen Viren schützende Einwegmasken) verteilt, aber immer noch – ein Jahr nach Auftauchen von Covid 19 – gibt es keinen Plan, wie wir mit dem aktuellen oder anderen Viren Varianten künftig leben könnten. Geschweige denn auch nur den Ansatz, das gewinnorientierte Krankenhaus- und Pflegemodell zu ändern. Oder das Abschöpfen von Reserven der Krankenkassen und der Rentenversicherung zu beenden. Nein, es gibt keinen Plan.

Dafür lassen diverse Medien durchsickern, was uns nach der nächsten Beratungsrunde im Kanzleramt an weiteren Restriktionen “blühen” könnte. Obwohl – so viel mehr an Isolation – geht ja kaum noch. Wir Deutschen halten viel ab. Und wir sind Weltmeister zweier Gesichter. Nach außen hin immer artig. Und hinterher immer unschuldig. Man hat ja nur die von denen da oben erlassenen Vorschriften befolgt.

Wohl dem, der derzeit mit lustigen Hunden unterwegs sein darf,. Und wie schön, dass man wie ich viele verschiedene Hundefreunde hat. Denn diese Vier- und ihre Zweibeiner machen immer glücklich. Foto: Muche

Die Weihnachtskatze

. . . oder warum sich Oma an manche Festtage besonders erinnert

In meinen Kindertagen waren die Winter noch kalt und schneereich. Trotzdem sind wir an Heiligabend warm eingemummelt zwischen Mittagessen und Dunkelheit immer draußen gewesen. Bei den Bescherungsvorbereitungen in der Stube wollten die Eltern nämlich ungestört von kleinen Schlüssellochspionen und „ich muss aufs Klo-Quenglern“ bleiben. Wir sind dann an die Rodelhänge hinter dem Neustrelitzer Schlosspark oder am zum Eislaufen freigegebenen Gladecker See gestiefelt. Dabei liefen uns mehrfach arme Seelen vor die Füße, auf die – anders als für uns – keine warme Stube mit guten Gaben und ein festlicher Schmaus wartete. Unter anderem sammelten wir über die Jahre vor der eigenen Bescherung eine verletzte Taube und einen Igel, aber auch zwei Katzen ein. Und schleppten sie für rettende Pflege nach Hause.

Eine diesjährige struppige Weihnachtskatze fanden Darja und ich auf einer Wiese. Aber hab die – anders als vor 55 Jahren – nicht eingesammelt und ins Haus geholt. Aber Darja musste zusehen, wie all ihre Leckerchen fremdverteilt wurden.
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Nicht ohne meine Fitnessuhr

. . . oder wie die Oma aus der neuen Corona-Isolation das Beste machen will

Der dritte Advent ist rum, aber von Weihnachtsstimmung keine Spur. Im Gegenteil. Selbst auf unserer einsamen Dorfstraße ist – wenn überhaupt noch wer – vorschriftsmäßig maskiert unterwegs. Es ist wieder Lockdown mit Ausgangssperren usw. Aber das Cockerchen und ich sind täglich auf Tour: in Wälder, um Seen oder ins Gebirge.

Darja stören die Ausgangsbeschränkungen und Reiseverbote nicht. Der Wald ist für sie immer wieder spannend.

Aber ich will diesmal gar nichts vom Hundchen, sondern von Omas neuen Spielzeugen erzählen. Diese Dinger hatte ich anfangs als Schrittzähler um den Hals, später im Handy integriert. Mit denen laufe ich durch die wunderbare oberlausitzer Landschaft und gegen den Diabetes und Kilos an. Zielvorgabe: 10 000 Schritte. Täglich. Draußen!! Wäre wohl mit der Uhr allein und ohne Hunde als die besten Fitnessmotivatoren der Welt nicht erfüllbar gewesen. Die Wuffs holen nämlich jeden Tag alle ihre Menschen runter vom Sofa. Immer mit ungebremster Freude – für beide Seiten.

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Lesen mit Gänsehaut

. . . oder wie Bücher im Corona-Winter die Oma das Fürchten lehren

Wenn die Tage dunkler werden und der Garten ruht – dann ist wieder Lesezeit. Bei Tee oder Rotwein und flackerndem Kerzenlicht lasse ich mich nach der nachmittäglichen Hunderunde gern in andere Welten entführen. In erdachte Welten. Neulich erwischte ich in meiner kleinen und feinen Dittelsdorfer Dorfbibliothek einen alten Thriller von Sebastian Fitzek. Einem meiner momentanen Lieblingsschriftsteller. Lest mal dessen Fiktion der “Manila-Grippe”.

Geschrieben vor sieben Jahren. Jetzt aber für mich erschreckend aktuell. Die Hintergründe und Hintermänner einer Pandemie beschreibend.
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