Von Dorfrunden mit Hundefreunden

. . . oder warum Oma sich dabei Besserwisserei verkneift

Immer dienstags bin ich mit Sanne und Margit plus unseren insgesamt fünf Wuffs rund ums Dorf unterwegs. Selbige sind ganz verschiedene Typen. Wir Leinenhalter ebenfalls. Und unsere Ansichten darüber, was ein Hund als Grunderziehung mindestens braucht, die gehen zwar nicht grundsätzlich, aber in der Praxis doch sehr weit auseinander. Wir kommen trotzdem fast immer gut miteinander aus. Die Hunde sowieso.

Margit und Sanne bei einer unserer Hunderunden am Dittelsdorfer Kirchsteg. Seit fast acht Jahren sind wir – nicht immer konfliktfrei – gemeinsam unterwegs.
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Auf der Jagd

. . . oder Omas Kompromisse mit ihren beiden Stöberhunden

Und wieder ist es passiert. Nur ein halbes Minütchen hab ich neulich der netten Besitzerin eines netten Stafford-Terriers meine ungeteilte Aufmerksamkeit gewidmet, als wir uns auf der Morgenrunde zwischen Teich und Wald trafen. Die drei Hunde tollten fröhlich miteinander auf der Wiese. Wir Besitzer schwätzten. Dann bekamen meine Cocker aber was in die Nase. Und weg waren sie – ehe man noch die Hand heben oder Stopp brüllen konnte Man hörte sie dann im Busch. Ich bin ja kein Jäger, kann aber mittlerweile ganz gut zwischen Spur- und Standlauten unterscheiden.

Mein Duo Infernale. Zwei tolle und zu 98,8% gehorsame Hunde. Nur wenn sie schon so gucken, geht besser einer an die Leine, um plötzlichen Hörstürzen und unerlaubten Jagdausflügen vorzubeugen.

Beide dieser Jagdlaute bekam ich an diesem Tag zu hören. Mal links, mal rechts, mal schon seeeehr bedenklich in Straßennähe. Eine Viertelstunde? Nee Leute! Zeit bekommt eine völlig andere Bedeutung, wenn einem der Hund stiften gegangen ist. Da ziehen sich Minuten zu angstvoll gefühlten Stunden. Außerdem wusste noch die Besitzerin des nicht mit meinen “Jägern” abgepesten Listenhundes zu berichten, dass sie auf dem Hundesportplatz erst dieser Tage wieder die hiesigen Wölfe heulen gehört hätten. Na danke! Und schöne Scheiße! Meine armen kleinen Cockerchen, die stürzen jetzt also entweder Jägern als bös wildernde Hunde vor die Flinte, rennen dem Wolf vor den Fang, rasen in ein Auto oder – am wahrscheinlichsten – einer Wildschweinrotte vor deren Frischlinge.

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