Das mache ich doch mit links . . .

. . .dachte die Oma und kniete auf dem Küchenboden

Ein Dauerregentag in der sonst so schönen Oberlausitz. Das Cockerchen steht in der Haustür und will nicht mal mit Mäntelchen bei so einem Hundewetter raus. Ich auch nicht. Was also außer Lesen oder blöder Hausarbeit tun? Beim Nachbarschaftskaffee trug ich der Elke von nebenan den Plan vor: Man könnte doch den tief durchgelatschten Bodenbelag in der Küche mal wechseln. Das fand meine 75-jährige Lieblingsnachbarin toll. “Zack, zack, ist das doch in der winzigen Bude mit dem Cattermesser raus geschnitten”. Es sah auch – so wie sie mir das erklärte – total einfach aus. Nur ist sie eben handwerklich taff, während ich vier linke Hände und beim Handwerkeln nie wirklich einen Plan habe.

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Der Hund auf dem Sessel . .

. . . oder warum die Oma plötzlich kleinlaut ist

Neulich habe ich mich – von den Kreuzschmerzen abgesehen – mal wieder so richtig obenauf gefühlt. Da marschierten Hundeleute am Fenster vorbei. Und einer der Vierbeiner zog wie wild an seinem Softgeschirr und renkte seiner “Führerin” schier den Arm aus. Ich schlürfte als Zuschauer am Frühstückstisch milde lächelnd weiter meinen Kaffee und nahm mir vor, diesen Blog mal wieder mit klugen Sätzen über Hundeerziehung zu füttern. Dirigiere ich doch seit sieben Jahren einen wunderschönen Vorzeigecocker durch die heimische Landschaft.

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Ach du armer deutscher Wald . . .

. . . oder wie traurig dieser hier derzeit anzusehen ist

Kein schöner Anblick – diese letzten einsamen Fichten. Er ist bitter anzusehen, der Borkenkäferkahlschlag im Zittauer Stadtwald.

Früh noch schnell mit Hund frische Luft und Waldduft genießen. Die Seele dabei in der Natur baumeln lassen. Eine Prise Glück tanken. Sich fit laufen. Dabei ein paar Spuren raten und den Vögeln lauschen, Beeren pflücken und Pilze oder Naturdeko suchen. Ja, auch Hunde beschäftigen und waldtauglich erziehen. Das alles und noch mehr war für mich jahrzehntelang der Wald. Nun sollen es also nur der Klimawandel und der Borkenkäfer sein, die Schuld am Waldsterben sind? Nicht etwa die “industrielle Massenbaumwirtschaft” mit Monokultur und mächtig Ertragsdruck? Lange hab ich – bin schließlich nur Waldgast – alles geglaubt, was da so als Dringlichkeiten zum Schutz des Waldes beschlossen, gesteuert und uns gesagt worden ist. Erste Zweifel gab es schon, als mir dieser Typ was vom geheimen Leben der Bäume erzählte.

Das hier war mal ein richtiger Wald. 2021 ist der Anblick aber sehr verstörend. Die Fichten sind hin. Wege und Waldboden links und rechts unter den Reifen der “Schlachtmaschinen” zermahlen.

Noch vor zwei Jahren habe ich mit Darja genau da Pilze gesucht und viele (nicht nur Parasole) gefunden. Aber Pilze und Bäume brauchen einander.

Nein – ich verstehe es nun nicht mehr. Was da jetzt im Wald so läuft bzw. täglich kreischend und ganzjährig Bäume schreddert und überall Wald vernichtet, das ist so ähnlich wie der momentane Kampf unserer Oberen gegen Corona. Reiner Aktionismus, der nix bringt. Um das zu erkennen, muss man nicht Forstwirtschaft oder Medizin studieren. Ach ja – und wer mit Wäldern so wie derzeit umgeht, der muss eigentlich auch keine Wolfsmanagements oder Wolfsbüros mehr einrichten, denn in solchen Wäldern wollen und können Wölfe gar nicht leben.

Lesen mit Gänsehaut

. . . oder wie Bücher im Corona-Winter die Oma das Fürchten lehren

Wenn die Tage dunkler werden und der Garten ruht – dann ist wieder Lesezeit. Bei Tee oder Rotwein und flackerndem Kerzenlicht lasse ich mich nach der nachmittäglichen Hunderunde gern in andere Welten entführen. In erdachte Welten. Neulich erwischte ich in meiner kleinen und feinen Dittelsdorfer Dorfbibliothek einen alten Thriller von Sebastian Fitzek. Einem meiner momentanen Lieblingsschriftsteller. Lest mal dessen Fiktion der “Manila-Grippe”.

Geschrieben vor sieben Jahren. Jetzt aber für mich erschreckend aktuell. Die Hintergründe und Hintermänner einer Pandemie beschreibend.
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Exkursion zur Züchterin

. . . oder warum wir hin und wieder zu Besuch bei Darjas erster “Mama” sind

Vor sechs Jahren im August. Da fuhren meine Frau Nachbarin als “Welpenkuschler” und ich in einen kleinen sächsischen Ort bei Hoyerswerda. Holten dort ein kleines Blauschimmelchen aus dem D-Wurf. Inzwischen ist aus diesem Hundebaby eine Dame im besten Cockeralter und mein Vorzeigehündchen geworden. Was wir gemeinsam erleben, darüber schreibe ich in diesem Blog. Halte aber auch deren Züchterin via Kurznachrichten und Fotos auf dem Laufenden. Zugegeben, es war Eigennutz im Spiel, als wir uns dieser Tage für einen Kurzbesuch ankündigten. Denn ich brauchte Rat, was das immer dichter wuchernde Haarkleid und vor allem die fitzende feine Wolle der Hündin angeht. Scheren oder nicht? Das war die Frage. Allein das trennt ja Halter dieser tollen Rasse.

Darja ist bei dem Besuch wieder schick gemacht worden. Und ja mit kurzem Fell und ausgeschorenen Ohren ist die Kleine im Sommer besser gelände- und badetauglich.
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