Zittau – eine abgesperrte Stadt

Oder wie es uns mit Elektrozäunen und Corona-Barrieren so geht

Alles ist plötzlich anders. Die Stadt, in die ich fast täglich zum Einkaufen oder zu Besorgungen fahre – die ist seltsam geworden. Gestern noch standen lange Autoschlangen von Tank-Touristen an den beiden Grenzübergängen zu Polen. Jetzt stehen dort Sperrgitter und frierende polnische Polizisten.

Tag eins der Corona-Sperren an den Grenzen des sächsischen Dreiländerecks. Der 15. März anno 2020.

Europa? Es war nie so fern und doch nie so gemeinsam wie jetzt. Gerade weil gegen Corona alle Welt derzeit heftig und weltweit mit Sperren, Verordnungen, Verboten hantiert und “reagiert”. Und dadurch wird es plötzlich auch still hier. Die Tanktouristen müssen vor der Grenze umkehren, die Sonntags-Tschechien-Mittagesser daheim bleiben.

Aber nicht nur wir Menschen sind jetzt abgezäunt. Damit die hiesigen Massentierhalter für ihre Billigschnitzel so weiter machen können wie bisher – und wohl nur dafür – entstanden diese Elektrozäune u.a. neben Bundesstraßen und unserem hiesigen Grenzfluss Neiße.

Aber nicht nur das neue C-Virus bestimmt derzeit unser allgemeines LEBEN und schränkt es ein. Auch die “schweinischen” Massentierhalter bekamen zuvor schon vom Staat und dem beauftragtem THW staatliche Unterstützung. Wir haben diese verdeckte Staatsfinanzierung der Unterstützung der Massentierhaltung bislang nicht so wahr genommen. Aber man baute und bezahlte den Landwirten Zäune gegen wilde Schweine, die keine Grenzen kennen und Schweinepest (bei uns aus Polen) ins Land und die Ställe bringen könnten. Das ist Wirtschaftsförderung für die Massen-Mäster. Die dürfen trotz immer noch in tierschutzwidrigen Ständern fixierter Sauen und Spaltenböden immer noch so weiter machen wie bisher. Dürfen sie wirklich? Sollen wir das weiter dulden?

Tag zwei der Grenzsperren und Tag eins der Schulschließung

Es gibt keine leeren Regale bei Aldi und anderen. Auch keine “ausverkauft”-Schilder in den Apotheken. Provinz hat eben auch Vorteile. Ganz ohne Verbotsschilder am Eingang halten die Kunden von sich aus Distanz. Hut ab vor unserem Oberbürgermeister. Der hat im Regionalfernsehen Lausitz-TV gut rübergebracht, was Stadt und Kreis als Krisenmanagement jetzt tun. Und danke Susi W., dass Du uns den Link mit seiner Ansprache geteilt hast. Hundeleute sind natürlich trotzdem unterwegs. Aber wir umarmen uns ja nicht bei Begegnungen unterwegs, sondern “bekaspern” mit Abstand in jeder Hinsicht die Lage.

Der Mann hinter dieser Seite

Martin springt als flinker Helfer in allen technischen Fragen ein

So Mitte der 80er Jahre saß ich erstmals an einem Rechner. Der war ein Robotron aus DDR Produktion und ich damals Praktikantin in einer Lokalredaktion. Das Ding unterm Schreibtisch war riesig. Es dröhnte wie ein Heliokopter und ersetzte glatt die Büroheizung. Seither habe ich erst dienstlich und jetzt nur noch privat die Computerentwicklung mitgemacht.

Das ist der junge Mann, der mir diese Seite gebastelt hat und der Cockeroma immer wieder schnell zu Hilfe springt, wenn ich bei technischen Experimenten wieder mal auf den falschen Knopf gedrückt habe.
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Wo ist sie nur – meine Brille?

. . . oder Omas Angst vor der Verblödung durch Alzheimer

Also Leute, ich fürchte, der unheimliche gehirnfressende Alzheimer, der wohnt schon klammheimlich bei mir. Aber egal, ob ich das Freunden oder Verwandten gegenüber gelegentlich schamvoll gestehe, weil ich meine Hundeleinen oder die Erinnerung an das Mittagessen vorhin suche: die winken alle immer heftig und freundlich ab. Schließlich verlege ja jeder mal was oder suche nach dem Namen einer Gaststätte oder eines Schauspielers. Nein – sie wollen es nicht wissen!

Die zwei Cockerchen, die dirigiere ich freilich noch mit Namen und Geschick. Und mit denen fühle ich mich jeden Tag noch richtig gut. .
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